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Schwenke: Streit im Kreisvorstand schadet dem Sport

Greifswald Schwenke: Streit im Kreisvorstand schadet dem Sport

Sportausschussvorsitzende plädiert dafür, sich in Greifswald auf anstehende Aufgaben zu konzentrieren / Vereine sollten weiter Ansprechpartner vor Ort haben

Greifswald. Die rund 13000 in Greifswald organisierten Sportler sollen auch künftig gute Bedingungen für ihre Aktivitäten in der Hansestadt vorfinden. Das erklärt Mignon Schwenke (Die Linke), Vorsitzende des Ausschusses für Sport, Soziales und Jugend in der Greifswalder Bürgerschaft.

Hintergrund dieser Aussage ist der 4. Kreissporttag, an dem jüngst rund 100 Aktive und Funktionäre des Kreissportbundes Vorpommern-Greifswald (KSB) in Anklam zusammen kamen. Die Beratung war geprägt von den seit Jahren andauernden internen Querelen des Vorstandes (die OZ berichtete). Vorstandsmitglied Christhilde Hansow aus Eggesin übte offene Kritik an das Greifswalder Vorstandsmitglied Bernt Petschaelis, ohne dass der sich zur Wehr setzen konnte.

„Es ist offensichtlich so, dass das Tischtuch zwischen den handelnden Personen zerschnitten ist und die Greifswalder gar keine Anträge mehr zu stellen brauchen“, sagt Schwenke. Damit bezieht sie sich auf die Ablehnung aller Anträge, die dem Gremium aus Greifswald vorlagen.

Nach Schwenkes Worten sei es müßig darüber zu spekulieren, woran dieser Streit liege und wer Schuld daran habe. „Das Gezerre, das schon sehr ins Persönliche geht, schadet dem Sport“, betont sie. Viel wichtiger sei es deshalb jetzt, die Bedingungen für den Greifswalder Sport weiter zu verbessern. Als Ausschussvorsitzende will sich Schwenke darauf konzentrieren, dass möglichst schnell die Sportentwicklungskonzeption erarbeitet werde. Das Papier für den Zeitraum 2017-2027 soll viele Fragen klären: Wie viele Sportstätten braucht die Stadt eigentlich? Welche Vereine nutzen sie und zu welchen Zeiten? Wie viel Hallenzeit benötigt der Schulsport? Ende vorigen Jahres wurde hierzu eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich bereits einige Male getroffen habe. „Bis zum Sommer sollten inhaltliche Ziele grob definiert sein, damit wir dann im Zuge der Haushaltsberatungen Mittel einstellen können“, sagt Schwenke. Das Konzept an sich solle ein Büro erarbeiten, das Fachamt sei dazu nicht in der Lage.

Wichtig sei es außerdem, so die Ausschussvorsitzende, die Sportförderrichtlinie für Vereine fortzuschreiben. Zudem müsse nach Möglichkeiten gesucht werden, „wie wir in Greifswald weiter einen hauptamtlichen Ansprechpartner für die Vereine garantieren können“. Stadtsportbundvorsitzender Bernt Petschaelis hatte per Antrag an den Kreissporttag den Versuch unternommen, drei der derzeit sechs hauptamtlichen Geschäftsstellenmitarbeiter künftig in der Fläche zu integrieren — also in Greifswald, Uecker-Randow und im ehemaligen Kreis Ostvorpommern. Die Mehrheit der Anwesenden war dagegen.

Sportvereine in Greifswald legen aber Wert auf einen Hauptamtlichen in der Hansestadt (die OZ berichtete).

Bernt Petschaelis kündigte zudem an, den schwelenden Streit im Kreissportbund trotz allem nicht einfach ad acta legen zu wollen. Dabei geht es auch um die künftige Geschäftsstelle in Anklam, die für zehn Jahre angemietet wurde. „Wir behalten uns weitere Schritte vor, bis hin zum Landesrechnungshof. Denn es kann nicht angehen, dass der Kreissportbund in den kommenden zehn Jahren dafür 100 000 Euro Miete ausgibt“, kritisiert er. Die 120 Quadratmeter werden ab 1. September von zunächst fünf hauptamtlichen Mitarbeitern genutzt (die sechste Person kündigte bereits zum 1. September). Möglich, dass ihre Anzahl weiter sinkt, denn laut KSB sollen künftig bis zu vier Hauptamtliche in der Geschäftsstelle arbeiten. Nach Petschaelis Aussage hätte es die Möglichkeit gegeben, in Greifswald eine weitaus kostengünstigere Variante zu finden. Die Entscheidung fiel für Anklam, da die Stadt relativ zentral im Landkreis liegt.

Von Petra Hase

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