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Stadt muss attraktiver werden

Müll in Greifswald: Bürgerschaftsmitglieder wollen Maßnahmekatalog erarbeiten lassen Stadt muss attraktiver werden

Bürgerschaft soll auf Antrag der SPD den Oberbürgermeister beauftragen, eine Arbeitsgruppe zu bilden / Amtsleiter ist überzeugt, dass Greifswald schon eine sehr saubere Stadt ist

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Müllecken gibt es immer wieder in Greifswald. Diese hier aus dem Jahr 2014 ist längst beräumt worden.

Quelle: Peter Binder

Greifswald. Ordnung und Sauberkeit: Das ist seit Jahren ein großes Thema in der Stadt. Müll in der Altstadt, wucherndes Unkraut an Straßen, Unrat in Grünanlagen, Aufkleber an Laternenpfählen, Schmierereien an Häuserwänden – das ärgert viele Greifswalder.

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Bürgerschaft soll auf Antrag der SPD den Oberbürgermeister beauftragen, eine Arbeitsgruppe zu bilden / Amtsleiter ist überzeugt, dass Greifswald schon eine sehr saubere Stadt ist

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Die SPD will in einem dreistufigen Verfahren für eine bessere Pflege des Stadtbildes sorgen. Eine Idee: Der Einsatz einer „Mülleingreiftruppe“, die bestimmte Stadtbereiche „mit erhöhtem Pflegemehraufwand“ in kurzen Abständen reinigt.

Als Erstes soll indes die Bürgerschaft beschließen, dass „es beim Thema ,saubere Stadt’ Handlungsbedarf gibt.“ Das wäre verbunden mit dem Auftrag an Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne), eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Verwaltung, der städtischen Gesellschaften, der Bürgerschaft und „weiteren Partnern“ zu bilden. Dieses Gremium soll einen Katalog von Maßnahmen erarbeiten. Die SPD-Fraktion der Bürgerschaft hat sich schon 18 Punkte ausgedacht, die aufgenommen werden könnten. Im ersten Halbjahr 2017 soll die Bürgerschaft dann über Maßnahmekatalog und Umsetzungsvorschläge abstimmen. Geld soll das laut SPD nicht kosten, falls erforderlich, müsse das extern eingeworben werden. Eine „Mülleingreiftruppe“ wird allerdings nicht umsonst zu haben sein. Die SPD möchte außerdem die beiden Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes in Schwerpunktwochen zum „wilden Müll mit verstärkter Kontrolle von rechtswidrig entsorgtem Unrat“ einsetzen.

Das zugehörige Papier wurde letzte Woche in den Ortsteilvertretungen behandelt. Sofern darüber beraten wurde, stimmten die Kommunalpolitiker im Grundsatz mit Änderungs- und Ergänzungswünschen zu.

Denn manche Punkte des Katalogs sind schwer verständlich. „Warum sollen die Papiercontainer aufgegeben werden“, fragte Klaus Riediger (CDU) auf der Ortsteilvertretersitzung Schönwalde I/Südstadt? Das sei nicht sinnvoll, bestätigte Ortsratsvorsitzender Peter Multhauf (Linke). Auch den SPD-Wunsch zur „Positionierung der Flaschencontainer ausschließlich auf Discounterparkplätzen beziehungsweise auf Parkplätzen bei Einzelhandelsgeschäften, um eine dichtere Kontrolle gegen Missbrauch zu ermöglichen“ kritisierte Multhauf. Zuständig wäre ohnehin der Kreis, dem es extrem schwer fällt, ausreichend Plätze für Wertstoffcontainer in Greifswald zu finden (die OZ berichtete).

Multhauf fehlte einiges im Katalog. Er regte die Aufnahme der Reparatur von Kunstwerken an. Auch die Beseitigung illegaler Graffiti und Aufkleber gehöre dazu. „Wenn Sie diese Punkte aufnehmen, dann bringen wir diese Beschlussvorlage mit in die Bürgerschaft ein“, sagte auch Axel Hochschild (CDU) auf der Sitzung der Ortsteilvertretung Innenstadt. „Wir wollen die Bürger mitnehmen. Saubere Fassaden und Masten gehören zum Stadtbild.“ Nikolaus Kramer (AfD) regte zusätzlich an, mit dem Kreis über die Anschaffung von mehr gelben Tonnen zu reden. Wie Yvonne Görs (Linke) und Axel Hochschild sieht er die vielen kaputten gelben Säcke als Problem an. Mindestens sollte der Kreis stabilere Tüten anschaffen.

Tiefbau- und Grünflächenamtsleiter Fred Wixforth glaubt indes, dass Greifswald eine sehr saubere Stadt sei. Das sei ein Verdienst des professionellen Bauhofs und vieler Bürger. Aber es gebe nun mal fünf bis zehn Prozent, die nicht so sorgfältig mit ihrer Umwelt umgehen. „Ein Schwerpunkt ist Siedlungsabfall“, sagte er. Darum habe das Amt drei zusätzliche Stellen beantragt. Die Kritik an mangelnder Pflege von Straßenbegleitgrün und Grünanlagen sieht Wixforth entspannt. Da müsse man auch an die biologische Vielfalt denken, zu der Wildkräuter gehörten.

Eckhard Oberdörfer

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