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Straze soll „Nationales Projekt des Städtebaus“ werden

Greifswald Straze soll „Nationales Projekt des Städtebaus“ werden

Stadtparlament baut für Stralsunder Straße 10/11 auf Förderprogramm des Bundes / Das Bauvorhaben der Medigreif-Gruppe und das Alte Ostseeviertel haben das Nachsehen

Greifswald. Nach zum Teil hitzigen Diskussionen in den Fachgremien steht jetzt fest: Die Hansestadt bewirbt sich mit der Stralsunder Straße 10/11 um die Aufnahme in das Bundesförderprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“. Die Bürgerschaft hat sich am Montagabend mehrheitlich dafür ausgesprochen, dieses Bauvorhaben ins Rennen zu schicken. Der Trägerverein, das Kultur- und Initiativenhaus Greifswald, will rund 5,2 Millionen Euro in die Sanierung des denkmalgeschützten Ensembles investieren (die OZ berichtete). Bei Aufnahme ins Förderprogramm würde der Bund davon eine knappe Million tragen. Die Stadt müsste sich mit 491000 Euro beteiligen, will den Betrag aber auf 300 000 Euro deckeln.

 

OZ-Bild

Die Auf- nahme ins Pro- gramm wäre ein super Gewinn für die Stadt, letztlich egal mit welchem Projekt.“Thomas Schmidt, Straze-Sprecher

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Dabei blieb die Entscheidung bis zuletzt spannend. Leidenschaftlich argumentierten Linken-Fraktionschef Jörn Kasbohm sowie Bildungsausschussvorsitzender Erik von Malottki (SPD) für die „Straze“, wie sie liebevoll genannt wird: „Viele Einwohner setzen sich dafür ein, das Gebäude in seinen Strukturen zu erhalten. Nicht nur für privat, sondern für öffentliche Zwecke“, so Kasbohm. Diese Art von Bürgerbeteiligung sei bei den anderen zwei zur Auswahl stehenden Projekten nicht gegeben.

Die Verwaltung hatte den Abgeordneten zwei weitere Optionen vorgeschlagen: Die Sanierung des Alten Ostseevietels und die Pappelallee 1 — das Gesundheitszentrum der Medigreif-Unternehmensgruppe.

Mehrfach hatten Kommunalpolitiker das Projekt Ostseeviertel als „charmante Idee“ bezeichnet, verwarfen eine Mittelbeantragung aber wegen unausgereifter Planungen und zu hoher Eigenkosten. Anders sah das Meinungsbild zur Pappelallee 1 aus: Die geplante Dachsanierung inklusive Ausstellung zu Militärbauten fand durchaus ihre Unterstützer — und zwar vornehmlich in den Reihen der CDU. Deren Mitglied, Finanzausschussvorsitzender Thomas Mundt, beantragte schließlich eine namentliche Abstimmung zu den drei Bauprojekten. Am Ende war das Votum eindeutig: 20 Abgeordnete stimmten für die Straze, 14 für die Pappelallee. Jeweils zwei Kommunalpolitiker von Bürgerliste und Alternative für Deutschland (AfD) hätten gern das Ostseeviertel vorn gesehen. „Das war eine demokratische Entscheidung. Die Bürgerschaft hat es sich nicht leicht gemacht. Wir nehmen den Beschluss zur Kenntnis“, kommentierte Klaus Schilling, Geschäftsführer der Medigreif GmbH, ganz nüchtern das Ergebnis. Ob das Bauvorhaben von 3,8 Millionen Euro trotzdem wie geplant umgesetzt werde, „müssen wir erst beraten“.

Straze-Sprecher Thomas Schmidt hingegen freut sich sehr, „dass wir in enger Abstimmung mit dem Stadtbauamt die Chance auf eine Förderung erhalten“. Der Zeitpunkt könne nicht günstiger sein. „Wir stehen in den Startlöchern, der Bauantrag ist gestellt, gerade haben wir die Zusage von 40 bis 50 Wandergesellen erhalten, im Sommer bei uns anzufangen“, berichtet Schmidt. Heißt: Gebaut werde also auf jeden Fall — ob mit oder ohne Bundesförderung.

Von Petra Hase

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