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Streit um Stadtmarketing: Verein fordert deutlich mehr Geld

Greifswald Streit um Stadtmarketing: Verein fordert deutlich mehr Geld

Mindestens 150 000 Euro für 2014, statt derzeit 50 000 Euro, wollen die Gesellschafter aus dem städtischen Haushalt. Über Sinn und Umsetzung wird seit einem Jahr diskutiert.

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Potenzieller Kandiat: Sven Bioly.

Greifswald. Um den Stadtmarketingverein ist eine neue Diskussion entbrannt. Kritiker stellen den Sinn des Bündnisses ein knappes Jahr nach Gründung in Frage. Der Unternehmerverband Vorpommern moniert zum wiederholten Mal, dass es bereits drei andere Verbände gibt, die sich in Greifswald mit Marketing für die Region beschäftigen. Die FDP sieht Fehler im Konzept. Indes preschen die Gesellschafter des Vereins vor und fordern einen deutlich höheren Etat, um mehr bewirken zu können.

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Potenzieller Kandiat: Sven Bioly.

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Während die Stadt dem Verein im ersten Jahr 50 000 Euro zur Verfügung stellte, sollen es 2014 mindestens 150 000 Euro sein. Ob die Summe bewilligt wird, darüber müssen die Bürgerschaftsmitglieder entscheiden. Laut Dietger Wille soll das Geld unter anderem für einen Geschäftsführer in Vollzeit und eine Assistentenstelle verwendet werden. Der Amtsleiter für Wirtschaft und Finanzen hat für die Stadt den Hut beim Stadtmarketing auf. Außerdem würden Mittel für Werbezwecke benötigt. Daran habe es in diesem Jahr gehapert. „Es gab deutlich mehr Ideen als umgesetzt werden konnten, weil das Geld irgendwann aufgebraucht war“, erklärt Wille. Auf der Insel Usedom Werbung für Greifswald zu machen, ist eines der Kernziele. Bislang konnten jedoch lediglich Banner auf einem Bus und Anzeigen in verschiedenen Zeitschriften finanziert werden. Projekte wie der Greifswald-Beutel oder das Greifswald-Mobil liegen wegen fehlender Gelder auf Eis.

Der Vorstandsvorsitzende Klaus-Peter Adomeit zieht für das erste Jahr trotzdem eine positive Bilanz. Der Geschäftsführer der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Greifswald (WVG) verweist auf den erfolgreichen Caspar-David-Friedrich-Tag am vergangenen Sonnabend. „Es gab mindestens 1000 zahlende Gäste. Das ist ein deutlich größerer Zulauf als bei der Premiere an der Klosterruine vor einem Jahr“, sagt Adomeit. Die hatte die Veranstaltungs-Firma AEN GmbH auf die Beine gestellt.

„Ich nehme den Verein kaum wahr“, sagt Gerold Jürgens, Präsident des Unternehmerverbandes Vorpommern. Für die Firmen in der Region spiele der Innenstadtverein eine deutlich größere Rolle. „Wir nehmen beispielsweise an der Hanseyachts-Regatta teil, das wurde vom Verein organisiert. Das ist eine gute Möglichkeit für Netzwerk-Gespräche.“ Jürgens kritisiert den hohen Finanzbedarf. „Je mehr Vereine es gibt, desto mehr Geld wird benötigt. Es muss eine Einheit geben“, sagt der Geschäftsführer eines Bauunternehmens.

Das mittelfristige Zusammenführen aller Vereine in eine Gesellschaft fordert auch die FDP-Bürgerschaftsfraktion mit Torsten Hoebel an der Spitze. Er wünscht sich die Gründung einer schlagkräftigen Gesellschaft, die nicht nur Werbung für Greifswald macht, sondern auch Großveranstaltungen wie das Fischerfest und den Weihnachtsmarkt organisiert. „Auch alle städtischen Räumlichkeiten vom St.

Spiritus bis zur Stadthalle sollten von der Gesellschaft vermarktet werden“, findet Hoebel. Die Grünen schließen sich dem Vorstoß an. Sie sehen im jetzigen Verein lediglich einen Zwischenschritt.

Personal-Debatte
Mario Wittkopf ist bis Ende des Monats Geschäftsführer des Stadtmarketing-Vereins. Seine Stelle läuft dann regulär aus. Bislang arbeitet er Teilzeit für die Organisation, ist gleichzeitig Sprecher des Innenstadtvereins und Rechtsanwalt. In den vergangenen Wochen wurde Kritik an seiner Arbeit laut. Der Vorstandsvorsitzende Klaus-Peter Adomeit will diese jedoch nicht bestätigen. Er verweist auf die Sitzung des Vereinsvorstandes Mitte September. Für einige Monate plant die Stadt eine interne Übergangsregelung. Die neue Stelle des Geschäftsführers soll erst nach Abschluss der Finanzverhandlungen ausgeschrieben werden.

Sven Bioly, derzeit Manager der Stadthalle Greifswald, gilt als potenzieller Kandidat. Er hat bereits den Ruhrcongress in Bochum geleitet. „Es ehrt mich, dass mein Name mit ins Spiel gebracht wird“, sagt Bioly. Es gebe bislang keine konkreten Überlegungen.

 

Katharina Degrassi

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