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Uni will an der Autobahn für sich werben

Greifswald Uni will an der Autobahn für sich werben

An der A 20 könnte eine Hinweistafel stehen / Land lehnt das Anliegen ab, weil an den beiden Abfahrten bereits zwei Schilder Werbung für die Hansestadt machen

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Dieses Schild wirbt mit Stadtsilhouette und offenbar jungen Menschen für die Stadt als Ganzes.

Quelle: Fotos: P. Binder

Greifswald. Das gibt es bislang in Mecklenburg-Vorpommern und wohl auch in Deutschland nirgends: eine „touristische Unterrichtungstafel“ an einer Autobahn, die für eine Hochschule wirbt. Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität hat die Aufstellung eines solchen braun-weißen Hinweisschildes beim Schweriner Infrastrukturministerium beantragt. Damit sollen Autofahrer inspiriert werden, abzufahren und sich die angepriesene Sehenswürdigkeit anzuschauen.

OZ-Bild

An der A 20 könnte eine Hinweistafel stehen / Land lehnt das Anliegen ab, weil an den beiden Abfahrten bereits zwei Schilder Werbung für die Hansestadt machen

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Die Idee für solche Tafeln kommt aus Frankreich. Seit 1984 werden sie in Deutschland aufgestellt und vermehren sich. Das Buch „Sehenswürdigkeiten entlang der Autobahn“ von 2014 informiert über mehr als 1000 solcher Schilder. Gießen, Bayreuth und Greifswald führen demnach den Namen Universitätsstadt auf einem Hinweisschild auf, Erlangen Medizin- und Universitätsstadt. Altdorf bei Nürnberg nennt sich „Festspielstadt. Historische Universität“. Jena wirbt für den Botanischen Garten der Uni. Auf eine bestehende Hochschule weist in dieser Aufstellung keine Tafel hin.

An der A 20 stehen zwei Schilder für Greifswald: Das für die Universitäts- und Hansestadt sowie eins für das Pommersche Landesmuseum. „Das zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat den Antrag der Universität geprüft“, informiert Sprecherin Juliane König. Denn eine touristische Unterrichtungstafel sei ein Verkehrszeichen. Zwischen zwei Autobahnabfahrten sollten nicht mehr als zwei aufgestellt werden, so König. Der Mindestabstand müsse möglichst 1000 Meter betragen, und die Sehenswürdigkeiten sollten in der Regel nicht weiter als zehn Kilometer Luftlinie von der Autobahn entfernt sein. Weil im Fall Greifswald „bereits alle Standorte besetzt sind“, hat das Ministerium „Nein“ gesagt. „Es wurde jedoch die Möglichkeit der Einbeziehung in eine andere touristische Hinweistafel aufgezeigt.“

An dieser Variante werde gegenwärtig von Seiten der Hochschulleitung gearbeitet, hieß es im Senat der Uni. Sprecher Jan Meßerschmidt sieht es jedenfalls als „gerechtfertigt an, auf unsere 1456 gegründete Universität vor den geeigneten Autobahnabfahrten Gützkow und Greifswald hinzuweisen. Die Universität hat einen hohen kulturhistorischen Wert und ihre Gebäude prägen das Stadtbild in ganz besonderer Weise.“ Die Hochschule öffne ihre Türen nicht nur für Studenten und Wissenschaftler, sondern auch für Touristen. „Rund 4000 Touristen nehmen jedes Jahr an den Führungen durch die historischen Räume der Universität , wie Karzer, Aula und die restaurierten Hörsäle teil“, so der Sprecher. Er erinnert ferner an die 17 wissenschaftlichen Sammlungen mit rund sechs Millionen Einzelobjekten. Auch das Hauptgebäude mit dem Rubenowplatz sei ein einmaliges historisches Ensemble. „Wir sind davon ausgegangen, dass es auch im Landesinteresse liegt, mit einer Hinweistafel auf die Universität das Interesse möglichst vieler Touristen an der Entdeckung wichtiger Orte in MV zu wecken“, so Meßerschmidt.

2000 Euro Kosten

Die jüngste Werbetafel entlang der Autobahn 20 in unserer Region ist die, die einen Kilometer vor der Abfahrt Gützkow für das Historisch-Technische Museum (HTM) in Peenemünde wirbt. Das Schild kostete rund 2000 Euro und wurde 2014 aufgestellt.

Aus Richtung Rostock und aus Richtung Berlin kommend, stehen je zwei Hinweistafeln, die auf Greifswald hinweisen. Es handelt sich um Verkehrsschilder.

Eckhard Oberdörfer

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