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Vandalen nehmen Wahlwerbung ins Visier

Greifswald Vandalen nehmen Wahlwerbung ins Visier

Besonders betroffen sind die AfD und die NPD / Bei anderen Parteien halten sich die Zerstörungen in Grenzen

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Die Linke vermutet, dass ihr Großaufsteller an der Ecke Hansering/Loefflerstraße mutwillig umgekippt wurde.

Quelle: Fotos: Peter Binder

Greifswald. Alle Wahlen wieder... leiden Parteien unter Vandalismus, der ihre Werbung ins Visier nimmt. Der Zerstörung fallen Plakate und Aufsteller von allen politischen Richtungen zum Opfer.

OZ-Bild

Besonders betroffen sind die AfD und die NPD / Bei anderen Parteien halten sich die Zerstörungen in Grenzen

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„Wir sind Schlimmeres gewohnt.“David Wulff (FDP)

Jüngster Vorfall: In der Nacht zu Dienstag stellte die Polizei im Umfeld des Greifswalder Bahnhofs rund 70 heruntergerissene Wahlplakate fest. 63 davon waren von der NPD, die restlichen von der CDU und der SPD. Kurz nach 4 Uhr wurde „eine vierköpfige Personengruppe einer Kontrolle unterzogen“, teilen die Beamten mit. „Ob diese für die Sachbeschädigungen verantwortlich sind, muss ermittelt werden.“ Vor allem an der Osnabrücker Straße sollen zahlreiche Werbeschilder in den Büschen und im Graben gelandet sein. Axel Falkenberg, Sprecher der Polizeiinspektion Anklam, meint, dass NPD-Plakate damit in Greifswald zu den am meisten entfernten zählen. Da die Partei darum weiß, hängt sie ihre Werbeschilder seit Jahren besonders weit oben am Laternenpfahl an.

Auch die AfD-Werbung scheint so manchem ein Dorn im Auge zu sein. 44 Plakate habe Kandidat Gunter Jess eigenhändig in der Petershagenallee aufgehängt. „Einen Tag später waren 50 Prozent wieder heruntergerissen“, berichtet er. Gestern dann hing keines der Plakate mehr. Jess spricht auch davon, dass zwei Infostände der Partei am Freitag und am Sonnabend bedrängt worden seien. Seiner Darstellung nach sei „ein Anschlag“ auf den Stand von Leuten „mit dunklen Sonnenbrillen“ vorbereitet worden. Zu einem Übergriff sei es aber nicht gekommen. Polizeisprecher Falkenberg: „Wir waren vor Ort. Personen haben in der Nähe Flyer verteilt. Das muss man aushalten in einer Demokratie.“ Aufgrund der Steinwürfe auf zwei Privathäuser von AfD-Mitgliedern habe die Polizei die Situation im Blick.

„Wir treffen entsprechende Vorbereitungen“, informiert Falkenberg.

Bei den anderen Parteien beschränken sich die Vorkommnisse auf die großen und kleinen Plakate. Unbekannte sprühten auf einige SPD-Aufsteller in Wolgast und Umgebung „Terror“ und „Waffenexporte“. In Greifswald sind laut SPD-Vertreter Philipp Klein von den rund 500 Plakaten bislang etwa 25 beschädigt worden, zwei Aufsteller mussten ersetzt werden. Die Erfahrung zeige, dass das ein üblicher Umfang sei. „Wir haben noch genug Reserven“, sagt Klein.

Bei der CDU, den Linken und der FDP sieht es weniger schlimm als bei vorherigen Wahlen aus. „Es ist schwer einzuschätzen, aus welcher politischen Richtung die Zerstörungen kommen. Aber vielleicht liegt es auch einfach daran, dass Sommerferien sind“, vermutet Christian Weller, Geschäftsführer der CDU-Fraktionen im Kreistag und in der Bürgerschaft. Zwischen 500 und 600 Plakate haben die Christdemokraten aufgehängt. „Wir sind Schlimmeres gewohnt“, sagt auch David Wulff von der FDP. Die Freien Demokraten hätten sich auf Beschädigungen eingestellt. „Sechs Wochen Wahlkampf sind eine lange Zeit.“ 200 Plakate seien schon angebracht, 120 sollen noch dazukommen.

Alles in allem hänge in Greifswald zu viel Wahlwerbung, findet Astried Zimmermann von den Linken. Das Stadtbild werde dadurch nicht schöner. Eine Begrenzung wie in Wolgast oder Ueckermünde halte sie für sinnvoll. Die Linken hätten deshalb auch nur 164 Plakate aufgehängt. Die Beschädigung halte sich in Grenzen.

Die Grünen verschaffen sich derzeit noch einen Überblick. Klar sei aber schon, dass ihre Plakate in der Wolgaster Straße wieder heruntergerissen worden seien, berichtet Christoph Oberst. Dadurch entstehe auch ein finanzieller Schaden, da „pro Plakat fünf Euro“ ausgegeben würden. „Sie werden von Freiwilligen angebracht. Kürzlich haben uns sogar Urlauber aus Niedersachsen dabei geholfen.“

Kai Lachmann

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