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„Vorpommern als Region unbedingt stärken!“

Wolgast „Vorpommern als Region unbedingt stärken!“

Landtagskandidat Lars Bergemann (Linke) will das Direktmandat im Wahlkreis 30 holen

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Nicht vor Wahlplakaten, sondern buntem Pflanzturm: Linken-Kandidat für ein Direktmandat im Wahlkreis 30, Lars Bergemann.

Quelle: Steffen Adler

Wolgast. Der Mann ist zwischen Achterwasser, Peenestrom und Ostsee bekannt wie der berühmte bunte Hund. Und das nicht nur, weil er ein politisch umtriebiger Amtsinhaber der Linken ist, sich gern einmischt und nicht mit seiner Meinung hinterm Berg hält, sondern weil er es nicht bei klugen Worten belässt und anpacken will: Lars Bergemann. Jetzt tritt der 43-Jährige, der auch schon mal mit Dogmen seiner Partei in Konflikt gerät, zum zweiten Mal im Wahlkampf um ein Direktmandat an, und zwar im Wahlkreis 30. Sein Ziel ist denkbar klar: „Ich will das Mandat gewinnen, auch wenn ich weiß, dass das eine große Herausforderung ist.“

Bei der vergangenen Landtagswahl war er noch auf Platz drei gekommen, hinter Stefan Rudolph und (ganz knapp) Jürgen Kanehl. Jetzt soll das am Abend des 4. September anders aussehen. „Ich setze auf Sieg.“ Und um das zu schaffen, ist für den Sozialarbeiter der unmittelbare Kontakt mit den Bürgern das wichtigste Wahlkampfinstrument. Er steckt deshalb seine Wahlzeitung persönlich in die Briefkästen, bereist nahezu alle Städte und Dörfer, Siedlungen und abgelegene Gehöfte selbst. „Weil ich da die Region besser kennenlerne und in das direkte Gespräch komme, erfahre, was die Leute bedrückt oder auch erfreut.“ Plakate und Infostände – ja, aber „dezent und klug ausgesucht“, meint er.

Bergemann will unbedingt in Schwerin die Vorpommern-Fraktion („Auch bitte parteiübergreifend!“) stärken. „Denn wir sind als ohnehin strukturschwache Region benachteiligt, unsere Stimme hat bislang zu wenig Gewicht in der Landespolitik“, findet er. Ob Stationsschließungen im Kreiskrankenhaus, der schleichende Niedergang von Wolgast oder die miesen finanziellen Ausstattungen der Kommunen – der Linke will sich für eine Korrektur mancher Fehlentscheidung der großen Koalition ins Zeug legen. Wissend, dass manches nur durch viele kleine Schritte, etwa Gesetzesnovellierungen, zu machen sein wird.

Wenn es um Kinder-, Jugend- und Sozialpolitik geht, ist er sattelfest. Er weiß Bescheid über die Kita-Förderung, Betreuungsschlüssel und Finanzierungsregularien. „Da muss vieles einfacher und transparenter werden, darf schon gleich gar nichts auf dem Rücken der oft sozial benachteiligten Eltern gelöst werden.“

Im interkulturellen Garten „Regenbogenpark“ mischt Bergemann als Vereinschef kräftig mit, weil hier, wie künftig dringend nötig, die richtige Integrationsarbeit zu leisten ist, findet er. Erfolge machen ihm Mut, Rückschläge lassen ihn nicht so schnell verzagen. Er ist als Kommunalpolitiker gereift, kennt Kreistagsszenarien, wie die Arbeit in der Wolgaster Stadtvertretung. Den Heimattierpark hat er mit in die Erfolgsspur geschoben, ist im Musikschulförderverein aktiv. Und: Ob es mit dem Mandat für Schwerin klappt oder nicht: Bergemann bleibt Wolgaster.

Biografisches

Lars Bergemann (43) wurde am 21. September 1972 geboren, absolvierte diverse Schulen in Wolgast, machte Abitur und war ein Jahr in einer „Orientierungsphase“ bei der Bundeswehr.

Ein Studium der Erziehungswissenschaften begann er in Halle, wechselte später nach Neubrandenburg und begann parallel dazu, in Wolgast die Straßensozialarbeit mit aufzubauen, engagierte sich gegen Rechtsextremismus, arbeitete für das Kreisjugendamt. Während sein Studium ohne Abschluss blieb, wurde er ab 1998 in der Politik aktiv . 2000 trat er der PDS bei. Seit 2004 leitet er den Kreis-Jugendhilfeausschuss.

Steffen Adler

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