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Pommersches Landesmuseum wird 2018 Baustelle

Greifswald Pommersches Landesmuseum wird 2018 Baustelle

Ein saftiges Besucherplus und viele Pläne: Das Pommersche Landesmuseum will in diesem Jahr seine komplette Dänen-Sammlung zeigen. Zudem beginnen die Arbeiten für die „Galerie der Romantik“. Zu den Plänen des Landes, Schloss Ludwigsburg einzugliedern, hält sich das Museum bedeckt.

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Das Pommersche Landesmuseum Greifswald.

Quelle: Bernd Wüstneck/archiv

Greifswald. Das Pommersche Landesmuseum in Greifswald wird in diesem Jahr zur Baustelle. Für die vom Bund mit fünf Millionen Euro finanzierte „Galerie der Romantik“ sollen im Herbst die Bauarbeiten beginnen, wie Museumsdirektor Uwe Schröder am Freitag ankündigte. Die Arbeiten, die mit den archäologischen Ausgrabungen starten, sollen parallel zum laufenden Museumsbetrieb durchgeführt werden. Eine Teilschließung will das Museum für die Bauzeit vermeiden. Wann die neue Romantik-Galerie mit Werken des in Greifswald geborenen Caspar David Friedrich (1774-1840) geöffnet werden soll, ließ Schröder noch offen.

Konkreter sind die Planungen für den dritten Teil der landesgeschichtlichen Dauerausstellung, die einen Bogen durch das 20. Jahrhundert vom ersten Weltkrieg bis zum Schengener Abkommen schlagen wird. Diese Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Nationalmuseum Stettin konzipiert wird, soll 2019 öffnen. Im März - so hofft Schröder - sollen die Verträge für eine Förderung über die Kommunalgemeinschaft Pomerania unterzeichnet werden. „Wir werden viel mit Zeitzeugendokumenten arbeiten“, blickte der Museumschef voraus.

Das Museum verfüge inzwischen über einen großen Fundus an historischen Filmaufnahmen, Fotografien und Interviews. Deutschlandweit einmalig und spannend dürfte der Blick auf diesen schwierigen Abschnitt pommerscher Geschichte werden: „Durch die Zusammenarbeit mit dem Stettiner Nationalmuseum kann die gemeinsame Geschichte aus zwei verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden“, sagte Schröder.

Einer von Greifswaldern gewünschten Arndt-Ausstellung zu dessen 250. Geburtstag im Jahr 2019 erteilte Schröder allerdings eine Absage. Zum einen sei in dieser kurzen Vorlaufzeit keine seriöse Ausstellung zu erarbeiten, zum anderen sei das Museum im Jubiläumsjahr Baustelle. Eine Würdigung Ernst-Moritz Arndts (1769-1860) soll es dennoch geben, kündigte Schröder an. Geplant sei eine von verschiedenen Partnern getragene Arndt-Reihe, die von einem Symposium, über Vorträge bis zu Filmen reichen könnte.

Das Museum schaut auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurück - mit rund 47 700 Besuchern und damit 7700 mehr als im Vorjahr. Das Besucherplus führte Schröder auf die Vielzahl (sechs) an Sonderausstellungen zurück.

In diesem Jahr soll nun die Sonderschau „Die Dänen kommen!“ die Besucher in das Museum locken. Der Kunstsammler Christoph Müller hatte dem Museum 2016 etwa 380 Werke dänischer Maler und Grafiker aus dem 19. und 20. Jahrhundert geschenkt. Dieses Konvolut gilt als größte Sammlung dänischer Malerei in einem deutschen Museum. Nun soll die Sammlung vom 25. März an erstmals komplett gezeigt werden.

Zu den Plänen des Landes, das Schloss Ludwigsburg in die Stiftung Pommersches Landesmuseum und damit in das Museum einzubinden, hielt sich Schröder bedeckt. Auf die Frage, ob es inzwischen Gespräche darüber mit dem Museum gegeben habe, antwortete Schröder mit einem kurzen „Nein“ und der Gegenfrage: „Warum sind acht Herrschaftssitze aus Mecklenburg im Besitz des Landes und warum soll es für das Schloss Ludwigsburg eine Vorpommernvariante mit vielen Beteiligten geben?“

Das Land hatte sich Ende letzten Jahres dazu durchgerungen, die Sanierung des letzten vollständig erhaltenen Schlosses der Pommernherzöge in Vorpommern auf den Weg zu bringen. Plan ist es, den Bund dafür ins Boot zu holen und das Schloss der Stiftung zu unterstellen. Neben Bund und Land sind an der Stiftung allerdings noch weitere Partner wie die Stadt und die Universität beteiligt.

dpa/mv

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