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Greifswald Professoren am DJ-Pult: Feiern für den guten Zweck
Vorpommern Greifswald Professoren am DJ-Pult: Feiern für den guten Zweck
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00:00 24.10.2016
Zu den Diskoklassikern von Gabriele Uhl ließ sich wunderbar das Tanzbein schwingen. Fotos (3): Veronika Uhl

Greifswald. Ein Clubabend, wie man ihn nur selten erlebt: Sechs Greifswalder Professoren tauschten am Freitag das Redner- gegen das DJ-Pult. Sie legten jeweils eine Stunde vor 160 Tanzbegeisterten auf. Anlass war die Benefizparty „Profs@Turntables“ im Mensa Club. Das deutschlandweite Partyprojekt wird vom Rotaract Club veranstaltet und fand in Greifswald schon zum sechsten Mal statt. „Das Gute ist, dass man durch Feiern anderen Leuten helfen kann“, erklärt Judith Koch (30), Präsidentin des hiesigen Rotaract Verbandes. „Alle Einnahmen werden gespendet“, weiß sie zu berichten. „Dieses Jahr unterstützen wir ’KinoSol’. Die stellen solarbetriebene Dörranlagen für Kleinbauern in der Dritten Welt her“, erklärt Koch.

Sechs Greifswalder Dozenten legten bei Benefizparty „Profs@Turntables“ im Mensa Club auf / Einnahmen sollen an Kleinbauern in Afrika gespendet werden

Die Party eröffnete der Biochemiker Uwe Lendeckel, der spontan für einen erkrankten Kollegen in die Bresche gesprungen war. Er unterstützte Rotaract schon zum dritten Mal. Auch aus der Biochemie, aber mit den Tätigkeiten eines DJs bis dato nicht vertraut, war Uwe Bornscheuer. „Das war super. Ich würde es immer wieder machen“, verkündet er nach seinem Auftritt. „Meine Playlist hatte ich arbeitsgruppenintern getestet, dann war ich auch nicht mehr aufgeregt“, verrät Bornscheuer. Nach ihm legte Henry Völzke vom Institut für Community Medicine auf. Als sich seine Liedauswahl als nicht ganz tanztauglich entpuppte, improvisierte er. „Im schlimmsten Fall hat eben nur einer Spaß“, scherzte er.

Die gute Laune war auch Gabriele Uhl aus der Zoologie ins Gesicht geschrieben. „Das sind die Lieder meiner Jugend“, erzählt sie. „Ein bisschen Schwabenrock musste auch sein“, grinst die gebürtige Schwarzwälderin. Danach heizte der Rechtswissenschaftler Stefan Harrendorf den Feierfreudigen ein. Für den krönenden Abschluss war Eckhard Schumacher aus der Germanistik verantwortlich. Dass er mit professionellen Platten aufwartete, kam nicht von ungefähr: „Ich habe selber viele Jahre als DJ aufgelegt“, verrät er. Patrick Boltze, Techno-DJ, der den Profs zur Seite stand, war begeistert.

„Schumacher spielt wie ein Weltmeister“, verkündete er und genoss die Klänge von der Tanzfläche aus.

Die Stars des Abends zogen Publikum an. Zwar erschienen auf Grund vieler anderer Veranstaltungen weniger Besucher als in den Vorjahren, der Stimmung tat das keinen Abbruch. „Es ist zwar nicht die Musik, die sonst in der Mensa läuft, aber damit konnte ich leben“, meinte Heidi Land, technische Assistentin an der Uni. Die Musikmixtur störte Lehramtsstudent Felix Fäcknitz nicht im Geringsten.

„Wenn man die Profs in Vorlesungen sieht, erscheinen sie eher spießig“, erklärt er. „Das ist ’ne super Idee und für einen guten Zweck.“

Feiern für Andere hat sich ausgezahlt. Rotaract schätzt die Einnahmen auf 600 Euro. „Das entspricht drei Dehydratoren“, verdeutlicht Judith Koch. Man überlege, damit Bauern in Gando in Burkina Faso das Leben zu erleichtern.

Veronika Uhl

Görmin. „Wir wussten, dass wir auch mal richtig einstecken müssen“, sagte Achim Schult, der Trainer des Fußball-Verbandsligisten SV 90 Görmin nach dem 0:6 beim Güstrower SC.

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