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Qualitätssiegel für zwei Tumorzentren

Greifswald Qualitätssiegel für zwei Tumorzentren

Lungenkrebszentrum und Kopf-Hals-Tumorzentrum erstmals zertifiziert

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Prof. Werner Hosemann, Prof. Hans-Robert Metelmann und Prof. Claus-Dieter Heidecke (v.l.) verfolgen eine Behandlung mit dem Plasma-Pen, die Dr. Rico Rutkowski ausführt.

Greifswald. Die Anstrengungen haben sich gelohnt: Im Onkologischen Zentrum Vorpommern, das 2012 an der Universitätsmedizin Greifswald gegründet wurde, haben zwei weitere Tumorzentren das Qualitätssiegel der Deutschen Krebsgesellschaft erhalten. Es handelt sich um das Kopf-Hals-Tumorzentrum, Leitung Prof. Werner Hosemann und Prof. Hans-Robert Metelmann, sowie das Lungenzentrum unter Leitung von Prof. Ralf Ewert. Im Greifswalder Onkologische Zentrum sind damit zwölf Zentren zertifiziert, so viel wie nirgends sonst in MV.

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Lungenkrebszentrum und Kopf-Hals-Tumorzentrum erstmals zertifiziert

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Das Onkologische Zentrum Vorpommern

Dazu gehören: Lungenkrebszentrum, Kopf-

Hals-Tumorzentrum, Darmkrebszentrum, Pankreaszentrum, Gastro-Intestinal-Zentrum, Hauttumorzentrum, Prostatazentrum, Neuroonkologisches Tumorzentrum, Zentrum für Hämatologische Systemerkrankungen, Brustzentrum, Gynäkologisches Tumorzentrum sowie die Strahlentherapie, die Selbsthilfegruppen, die Seelsorge, die Psychoonkologie, die Palliativmedizinische Versorgung und der Sozialdienst.

Neue Möglichkeiten im Kopf-Hals-Tumorzentrum

Tumore in der Mundhöhle, im Rachen oder Kehlkopf und in den Nasennebenhöhlen gehören zu den häufigsten Krebserkrankungen, die im Kopf-Hals-Tumorzentrum behandelt werden. Das Zentrum wird gemeinsam von der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten und Kopf-Hals-Chirurgie sowie der Klinik für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie/Plastische Operationen gebildet. Jährlich werden etwa 100 Patienten mit einer Neuerkrankung im Kopf-Hals-Bereich in Greifswald registriert. Dabei war der jüngste Patient gerade einmal 16 Jahre alt, er litt an einem Sarkom an der äußeren Schädelbasis. Der älteste Patient war 96 Jahre alt, er hatte ein Mundhöhlenkarzinom.

Durch die enge klinikinterne Kooperation mit weiteren onkologischen Spezialisten kann ein individualisiertes Therapiekonzept greifen, das auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft unter modernster technologischer Unterstützung beruht. „Chirurgisch bestehen im Kopf-Hals-Bereich bei früher Erkennung der Tumorerkrankung gute Heilungschancen“, sagte Prof. Werner Hosemann, Leiter des Kopf-Halszentrums und Direktor der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten, Kopf- und Halschirurgie. „Wir nutzen Lasertechniken im Rachen und Kehlkopf. Zudem besteht die Möglichkeit der Rekonstruktion durch aufbereitetes Eigenfett zur Wiedererlangung der Stimmqualität nach Kehlkopfkrebs“, erläutert er.

„In der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie kümmern wir uns um die Rekonstruktion mit plastischen Operationen, wenn bei einer Tumorentfernung große Defekte entstanden sind“, ergänzt Prof. Hans-Robert Metelmann. „Zahnärzte sind für uns die wichtigsten Partner in der Früherkennung von Mundhöhlenkrebs, da sie am häufigsten aufgesucht werden. Mit 89 Zahnarztpraxen in Vorpommern hat die universitäre Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie einen Qualitätszirkel Zahnärztliche Krebsvorsorge gebildet“, so Metelmann.

Lungenkrebszentrum an Studien beteiligt

In Deutschland ist das Lungenkarzinom mit 34000 Erkrankungsfällen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Frauen erkranken knapp halb so oft. Beim Lungenkarzinom liegt das mittlere Erkrankungsalter der Patienten bei 69 Jahren.

Das Greifswalder Lungenzentrum ist das erste zertifizierte Zentrum in MV. Jedes Jahr werden hier ca. 200 Neuerkrankungen mit einem Tumor an der Lunge oder Rippenfell ganzheitlich betreut. Es besteht eine enge Kooperation mit der renommierten Evangelischen Lungenklinik Berlin.

„Als Klinik in einem Flächenland ist es uns ein besonderes Anliegen, dass die Patienten eine moderne und leitliniengerechte Diagnostik und Therapie erhalten“, erklärt der Pneumologe und Leiter des Lungenzentrums, Prof. Ralf Ewert, von der Inneren Klinik B. Besonderes Augenmerk werde auf eine interdisziplinäre Kooperation und die gemeinsamen Tumorkonferenzen, in denen die weitere Behandlung besprochen wird, gelegt. Zu den unmittelbar an der Tumorkonferenz beteiligten Fachdisziplinen gehören Vertreter der Abteilungen für Pneumologie, Thoraxchirurgie, Strahlentherapie, Radiologie, Pathologie und Psychoonkologie.

Tumorzentren garantieren hochwertige Behandlung

„Tumorzentren, die durch die Deutsche Krebsgesellschaft auf ihre medizinische Qualität geprüft worden sind, garantieren den betroffenen Patienten durch ein interdisziplinäres und interprofessionelles Netzwerk von Spezialisten eine hochwertige Behandlung“, betont der Leiter des Onkologischen Zentrums und Ärztliche Vorstand der Unimedizin, Prof. Claus-Dieter Heidecke. Diese ganzheitliche Versorgung reicht bis zu speziellen Nachsorgeangeboten.

Cornelia Meerkatz

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