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Rasenmäher auch am Wochenende aktiv

Greifswald Rasenmäher auch am Wochenende aktiv

Bürger beschwert sich über ständige Verstöße gegen Bundesrecht.

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Rasenmäherlärm stört mitunter die Anwohner.

Quelle: fotolia

Greifswald. Bis zum Jahresende soll Greifswald einen Lärmaktionsplan haben. Besonders der Straßenverkehr soll leiser werden. „Aber was nutzt der Plan den Menschen, wenn keiner kontrolliert?“, fragt Eckhard Jähne.

„Seit über zehn Jahren wohnen meine Frau und ich in der Straße ,An den Wurthen‘, erzählt er. „Genauso lange ärgern wir uns jedes Frühjahr, wenn täglich, auch am Wochenende, von morgens bis abends Rasen gemäht wird, beginnend bei zehn Millimeter Graslänge.“ Es gebe in diesem Bereich viele öffentliche Rasenflächen, die zu 80 Prozent von Dienstleistungsfirmen gemäht würden, so Jähne. In vielen größeren Städten, vor allem in der alten Bundesrepublik, würden bestehende Verbote gegen das Rasenmähen streng kontrolliert. „In Greifswald dagegen werden immer wieder neue Pläne ausgearbeitet und Verbote erlassen, aber niemand kontrolliert diese“, sagt Jähne. „Solange das jeder weiß, wird sich nichts zum Positiven ändern.“

Die Stadt verweist auf Bundesrecht (Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung — 32. BImSchV). In „reinen, allgemeinen und besonderen Wohngebieten, Kleinsiedlungsgebieten, Sondergebieten“dürften an Sonn- und Feiertagen ganztätig sowie an Werktagen von 20 bis 7 Uhr keine Geräte und Maschinen betrieben werden, heißt es in Paragraph 7. Für sehr laute Geräte und Maschinen wie Freischneider, Grastrimmer, Graskantenschneider, Laubbläser und Laubsammler gebe es noch mehr Einschränkungen. Die dürfen in Wohngebieten nur von 9 bis 13 und 15 bis 17 Uhr betrieben werden.

Die Stadt empfiehlt Eckhard Jähne, sich bei der Immissionsschutzbehörde zu beschweren. Die sei zuständig, wenn es sich um Dienstleister oder eine Firma handele. „Außerhalb der Sprechzeiten der Verwaltung muss die Anzeige bei der Polizei erfolgen“, so die Stadt. Empfindliche Geldbußen würden drohen. Vorbeugende Kontrollen erfolgen offenbar nicht.

Für den Streit zwischen Nachbarn sei man aber nicht zuständig. Und der Krach an den Wurthen? Fremdaufträge fürs Mähen öffentlicher Flächen würden so gut wie nie erteilt, dementiert die Stadt.

Verursacher seien wahrscheinlich Nachbarn oder von diesen beauftragte Firmen, heißt es weiter.

 



eob

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