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Greifswald Regenabflussstein gestohlen
Vorpommern Greifswald Regenabflussstein gestohlen
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00:05 29.06.2016

Das Rechtsamt der Hansestadt hat bei der Polizeiinspektion Anklam mit Schreiben vom 20. Juni Strafanzeige und Strafantrag wegen Sachbeschädigung gestellt.

Vor dem Haus Karl-Marx-Platz 8 sollte der historische Stein eingebaut werden. Quelle: Peter Binder

Unbekannte haben einen wertvollen alten Regenablaufstein gestohlen, der vor dem Haus Karl-Marx- Platz 8 innerhalb der Sanierungsarbeiten wieder eingebaut werden sollte.

Anwohnerin Jutta-Marlene Schmidt hatte gesehen, dass der historische Stein von der Baufirma bereits vor dem Haus abgelegt worden war. Doch über die Pfingstfeiertage sei er dann entwendet worden, schildert sie. Zugänglich sei zu diesem Zeitpunkt der Bereich lediglich für Fußgänger und Anlieger des Karl-Marx-Platze 7 bis 9 gewesen. Ein Durchgangsfußverkehr habe wegen der noch laufenden Bauarbeiten nicht stattfinden können. „Auf alle Fälle war er wegen seines Gewichtes nicht einfach zu bewegen“, gibt sie zu bedenken und hofft, dass sich der historische Regenablaufstein wieder anfindet. Denn auch wenn sich nicht genau sagen lasse, wie wertvoll der Stein war, sei er es aber wert gewesen, wieder eingebaut zu werden. Eine Funktion hatte er aber nicht. Dennoch ist für die Anwohnerin der Diebstahl sehr bedauerlich, da der Stein ein Stück Identifikation und Geschichte der Stadt verkörpert hat. Vielleicht habe ja jemand zufällig beobachtet, wer sich den Stein unrechtmäßig angeeignet hat oder könne mit etwas Zivilcourage dafür sorgen, dass er zurückgebracht wird.

Auch in der Stadtverwaltung wäre man über zweckdienliche Hinweise zum Diebstahl froh. „Weitere Steine dieser Art sind am Karl- Marx-Platz leider nicht vorhanden“, sagt Stadtsprecherin Bärbel Lenuck.

Würde sich der historische Regenablaufstein, der an einer Seite geöffnet ist, wieder anfinden, könnte er noch eingebaut werden. Dann würde er prima zu einem großen Granitstein mit einer Inschrift zur Kaiserlinde aus dem Jahr 1872 passen. Dieser Fund auf dem Karl- Marx-Platz wird aufgearbeitet und wieder aufgestellt.

Cornelia Meerkatz

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