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Greifswald Trauer um Greifswalder Mediziner
Vorpommern Greifswald Trauer um Greifswalder Mediziner
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07:07 21.01.2019
Allgemeinmediziner Reinhard Jahn starb mit 64 Jahren. Quelle: Christin Lachmann
Greifswald

Die Nachricht kam völlig unerwartet und machte mich für einen Moment sprachlos: „Reinhard Jahn ist tot“, sagte mir mein Vater am Telefon. Reinhard Jahn, Allgemeinmediziner seit fast vier Jahrzehnten. Ein großer Mann mit Brille, den ich nur im Arztkittel kannte, das aber schon seit frühester Kindheit. Unser Greifswalder Familienarzt. Ein Arzt, der mich jedes Mal fragte, ob er mich noch duzen dürfte, was ich bei jedem Besuch mit einem Lächeln bejahte.

Sein Beruf, vielleicht sogar seine Berufung, scheint ihm in die Wiege gelegt worden zu sein. Schon sein Vater, Großvater und Urgroßvater waren Ärzte, erzählte er mir einmal stolz. Sein Medizinstudium absolvierte er von 1975 bis 1980 in Greifswald. Er blieb der Hansestadt treu. Vor einigen Jahren zog er mit seiner Praxis von der Bahnhof- in die Fleischerstraße. Sie zählte zuletzt zu den größten Hausarztpraxen in Mecklenburg-Vorpommern.

Oft gab er mir das Gefühl, dass er nicht nur die Krankheit, sondern auch den Menschen behandelt. Zu einem Arzt gehen, bedeutet, dass es einem nicht gut geht. Reinhard Jahn sorgte dafür, dass ich seine Praxis mit einem guten Gefühl wieder verließ. Ein Arzt, der sich Zeit nahm. Manchmal seltener für Diagnosen, mehr noch für Gespräche über Gott und die Welt. Diese Welt, die er mit seiner Familie so gern bereiste und fotografierte, hat er nun verlassen. Reinhard Jahn starb im Alter von 64 Jahre. Er hinterlässt eine Frau und einen Sohn.

Christin Lachmann

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