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Greifswald Rektorin: Uni muss Tranfer von Wissen in die Region verstärken
Vorpommern Greifswald Rektorin: Uni muss Tranfer von Wissen in die Region verstärken
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00:01 15.11.2016
Am 31. Januar 2013 wurde Johanna Eleonore Weber mit einem feierlichen Festakt in das Amt der Rektorin der Uni eingeführt. FOTO: Stefan Sauer/dpa

Unirektorin Johanna Eleonore Weber strebt eine zweite Amtszeit ab 2017 an. Sie ist die erste Rektorin in der 560-jährigen Geschichte der Universität Greifswald. Sie wirkt seit mehr als zwei Jahrzehnten an der Uni als Psychologieprofessorin und ist aktuell Vizepräsidentin der Hochschulrektorenkonferenz. Weber (Jahrgang 1955) stammt aus Rheinland-Pfalz. Spezialität der Wissenschaftlerin ist die Regulierung von Stress und Emotionen.

„Wir wollen die Volluniversität erhalten.“ Johanna Eleonore Weber, Rektorin

Gestern wurde die Professorin in der Aula von den Mitgliedern der Hochschule befragt. Am Mittwoch entscheidet der Unisenat, ob Weber ein zweites Mal für das Amt nominiert wird. Wie Senatspräsidentin Maria-Theresia Schafmeister informierte, hatte es eine Reihe von Bewerbungen auf die Ausschreibung der Stelle gegeben. Nicht alle Interessenten erfüllten die Voraussetzungen. Andere hätten aus Respekt vor Weber ihre Bewerbung zurückgezogen.

Die Rektorin hatte aus familiären Gründen lange gezögert, ob sie erneut antreten soll. Vorgeschlagen haben sie jetzt die Räte der Medizinischen und Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. In der gut besetzten Aula umriss Weber die Aufgaben der zweiten Amtszeit und sorgte dabei auch für eine Überraschung.

Auf Nachfrage des studentischen Senators Milos Rodatos sagte Weber, dass sie sich die Eröffnung weiterer Lehramtsstudiengänge vorstellen könne. „Die Bereitschaft der Politik, dafür Mittel zur Verfügung zu stellen, ist sehr hoch“, sagte sie. Lehrer und Schulen sind Themen, die hohe Aufmerksamkeit bewirken. Für konkrete neue Angebote seien aber die Fakultäten gefragt. Aktuell wurde mit diesem Semester der Lehramtsstudiengang Mathematik/Gymnasien eröffnet. Dem ging angesichts knapper Ressourcen eine längere Diskussion voraus. Weitere Vorschläge, wie die Ausbildung von Sozialkunde- oder Physiklehrern, wurden nicht umgesetzt. Aktuell gibt es neben den Lehramtsfächern der Philosophischen Fakultät noch das Angebot der Theologie und der Geographie und eben jetzt auch Mathe.

Neue Akzente will Weber bei Transferleistungen von der Universität in die Region setzen. In der Kultur sei das schon in hohem Maße der Fall. Besonders gute Chancen sieht sie bei der medizinischen Versorgungsforschung und der ökologischen Landwirtschaft.

Das ganz große Problem der Universität sei und bleibe die Finanzierung, betonte Weber mehrfach. Statt eines Stellen- gebe es ein Aufgabenwachstum. Davon sei auch die Verwaltung in hohem Maße betroffen, die Spielräume sehr gering. „Wir haben eine reine Mangelwirtschaft“, sagte Weber. Der Einsatz für mehr Geld sei ein dauernder Kampf.

Um weiter den Service einer familienfreundlichen Hochschule zu erhalten, hat die Uni jetzt befristet für zwei Jahre eine Stelle geschaffen. Dieser Service wurde bisher über wissenschaftliche Hilfskräfte abgesichert, dass ist nach einer Gesetzesänderung aber nicht mehr möglich. Auf Fortschritte in der Familienfreundlichkeit und bei der Gleichstellung verwies die Rektorin in ihrer Eingangsrede. „Bei der Gleichstellung lagen wir geradezu peinlich zurück“, sagte sie rückblickend.

Eckhard Oberdörfer

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