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Riemser Ortsräte fordern Geld vom Bund

Greifswald Riemser Ortsräte fordern Geld vom Bund

Ortsdurchfahrt schwer beschädigt / Der Schwerlastverkehr zum Loefflerinstitut sei daran schuld, sagen sie

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Die Straße in Riemserort in Höhe der Bushaltestelle in Richtung Riems. Der Verkehrsweg ist vielfach geschädigt. Fotos (3): Eckhard Oberdörfer

Greifswald. Der Ortsrat Riems kämpft weiter für die Sanierung der Ortsdurchfahrt Riemserort. Die Straße ist seit Jahrzehnten schlecht und wurde in den letzten Jahren noch schlechter. Den Hauptgrund sehen die Einwohner in den Schwerlasttransportern, die ab 2008 für den 350-Millionen-Euro teuren Neubau des Friedrich-Loeffler-Instituts über die Bundesstraße 105 auf die Insel donnerten. „Zeitweise fuhren 40-Tonner im Minutentakt, bei uns wackelten die Gläser im Schrank“, sagt Uwe Leibelt, der an der Straße wohnt.

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Ortsdurchfahrt schwer beschädigt / Der Schwerlastverkehr zum Loefflerinstitut sei daran schuld, sagen sie

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Eine Sanierung müsste die Stadt Greifswald bezahlen, die Anwohner hätten einen Anteil zu leisten. Doch auf der Prioritätenliste der Stadt für Investitionen sucht man die Straße vergeblich. Ein Unding, findet Ortsratsvorsitzende Ulla Tesmer (SPD)„Wir haben das Problem jetzt bei der Bürgersprechstunde mit dem neuen OB Stefan Fassbinder angesprochen.“

Die OZ hat den Oberbürgermeister letzte Woche um Stellungnahme gebeten, bis gestern lag keine Antwort vor. Ulla Tesmer und die Ortsräte Marion Heinrich (Linke) und Uwe Leibelt (CDU) sehen auch den Bund in der Pflicht. Die Investition in das Friedrich-Loeffler-Institut sei eine gute Sache, die von allen begrüßt werde, betont Heinrich. Dass dafür die Ortsdurchfahrt genutzt werden müsse, sei nachzuvollziehen. „Aber wir erwarten, dass sich der Bund an den Kosten der nötigen Instandsetzung beteiligt.“ Seit 2013 debattiere man darüber mit dem Betrieb für Bau und Liegenschaften. Die Behörde hat auf dem Riems für das FLI gebaut. Und wer Schäden verursacht, der muss sie auch bezahlen. „Unsere Projektgruppe hat vor Beginn der Arbeiten 2007 und nach Abschluss Ende 2014 den Zustand der Straße von der B 105 zum Institut dokumentiert“, sagt Sprecher Christian Hoffmann.

Schon vor einem Jahrzehnt sei festgestellt worden, dass der Ausbau der Straße nicht den geltenden Normen entspreche. „Der BBL hat das Tiefbau- und Grünflächenamt der Stadt darauf hingewiesen, dass eine weitere Nutzung Schäden nach sich zieht“, so Hoffmann. Greifswald und die Gemeinde Mesekenhagen, der die Straße vor dem städtischen Territorium gehört, hätten eine ausreichende Instandhaltung versäumt. Das BBL sei nicht in der Pflicht.

Uwe Leibelt schenkt den Gutachten der Behörde keinen Glauben. Denn sie seien nicht durch ein unabhängiges Büro erarbeitet worden. Das habe zumindest ein Geschmäckle. „Es gab zwar Befahrungen und Bohrungen, aber keine Höhenmessungen auf der Straße.“

Die Ortsräte hätten auch eine stärkere Unterstützung durch das Friedrich-Loeffler-Institut inklusive materieller Leistungen für die Straße erwartet. Doch Geld für Straßenbau dürfe das FLI schon aus Rechtsgründen nicht geben, sagt Sprecherin Kristin Scharlowski. „Als international anerkannte wissenschaftliche Einrichtung empfangen wir viele Gäste und sind an einer Erneuerung der Zufahrt und der Ortsdurchfahrten stark interessiert“, betont die Sprecherin. Der Personalrat des Instituts habe deshalb 2014 Greifwald und den Landkreis auf den schlechten Zustand der Straßen aufmerksam gemacht. Von Schäden durch Baumaßnahmen des FLI sei in dem Schriftverkehr nie die Rede gewesen.

Eckhard Oberdörfer

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