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Rohrbruch: Krater in der Anklamer

Greifswald Rohrbruch: Krater in der Anklamer

1200 Kubikmeter Wasser ausgelaufen / Straße gesperrt / Umleitung über die Wolgaster / Auch dort soll gebaut werden

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Greifswald. Die Anklamer Straße ist seit Freitagabend zwischen der Brinkstraße und der Johann-Stelling-Straße voll gesperrt. Grund ist ein Wasserrohrbruch, der sich gegen 20 Uhr ereignete. Etwa 1200 Kubikmeter Wasser liefen wegen des Schadens an einer Hauptwasserleitung aus.

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1200 Kubikmeter Wasser ausgelaufen / Straße gesperrt / Umleitung über die Wolgaster / Auch dort soll gebaut werden

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Das Wasser trat an mehreren Stellen an die Oberfläche und überschwemmte den Bereich zwischen Johann-Stelling- und Brinkstraße. „Teile des Gehweges und der Straße sind abgesackt“, informierte Mathias Herenz, Einsatzleiter der Greifswalder Berufsfeuerwehr kurz danach. Aufgrund des Wasserrohrbruches hatten die Haushalte in Bereichen der Anklamer Straße, in Teilen der Rudolf-Breitscheid-, der Johann-Stelling-, der Feldstraße und des Nexö-Platzes etwa drei Stunden kein Wasser. Aus Sicherheitsgründen wurde teilweise auch die Stromversorgung kurzzeitig unterbrochen.

Die Einsatzkräfte arbeiteten rund um die Uhr. Ein Bagger riss in den Nachtstunden von Freitag zu Sonnabend die Straße Stück für Stück auf, um das Leck zu finden. Bis Sonnabend gegen 17.30 Uhr wurde die Störung behoben. Die Mitarbeiter tauschten die gebrochene Leitung mit einem Durchmesser von 45 Zentimetern auf einer Länge von acht Metern aus.

Gestern ruhten die Arbeiten. „Am Sonntag sollten die Anwohner ihre Ruhe haben“, sagt Thomas Prauße, Chef der Greifswalder Stadtwerke. Auch den Kollegen, die sich „extrem engagierten“, sei eine Pause zu gönnen. „Ich bin sehr froh, dass alles so schnell und reibungslos geklappt hat“, bilanziert Prauße. „Unsere Mitarbeiter brennen für ihre Stadt, das hat man wieder gemerkt.“

Ursache für den Wasserrohrbruch könnte Materialermüdung sein, vermutet Mathias Herenz. Bei der Hauptwasserleitung handelt es sich um eine Gussleitung aus altem Bestand. „Sie hätte in den nächsten zwei bis drei Jahren auf unserer Sanierungsliste gestanden“, sagt Prauße. Nun werden diese Arbeiten vorgezogen.

Fußgänger und Radfahrer können den gesperrten Bereich passieren. Für Fahrzeuge wurde eine Umleitung ab Europakreuzung über die Wolgaster Straße und die Rathenaustraße ausgeschildert. Auch der Busverkehr stadtein- und stadtauswärts nutzt diese Strecke. Die Haltestellen der Linie 2 wurden in die Rathenaustraße verlegt. „Die Umleitung des Busverkehrs über die Rathenaustraße läuft reibungslos“, stellt Prauße fest.

Unklar war gestern noch, ob heute tatsächlich die Bauleute in der Wolgaster Straße anrücken. Unter anderem sollte vom 23. bis 25. Oktober der Abschnitt zwischen Gertrudenstraße und An den Wurthen im Auftrag der Stadt instandgesetzt werden. „Ich gehe davon aus, dass das auch passiert“, so Stadtsprecherin Andrea Reimann. Die Arbeiten seien auch von den Firmen so eingetaktet worden, erinnert sie. Mehr wisse man aber am Montag.

Unabhängig davon, erfolgt heute eine Abstimmung der Stadt mit den Stadtwerken zum weiteren Vorgehen.„Die Anklamer Straße ist großflächig unterspült“, erinnert Prauße. Ein Tiefbauunternehmen werde auf beiden Seiten des Wasserrohrbruchs die Anklamer Straße bis jeweils zu dem Bereich öffnen, wo der Baugrund wieder fest wird. Prauße rechnet wegen der Durchfeuchtung des Bodens damit, dass es nach dem Schließen der Grube zu Absackungen kommt. Darum würde er zunächst eine Pflasterung der Straße vorziehen, ehe diese wieder asphaltiert wird. Bis zur Wiederbefahrbarkeit der Anklamer Straße dauere es mindestens zwei Wochen, schätzen die Stadtwerke. Für die dortige Augenklinik soll heute eine Zufahrtsmöglichkeit geschaffen werden. Auch das Autohaus „Greif“ sei erreichbar. Der frühere Eigentümer ermöglicht von hinten die Zufahrt über sein privates Grundstück.

Eckhard Oberdörfer

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