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Rollstuhlrugby 24 Stunden am Stück

Greifswald Rollstuhlrugby 24 Stunden am Stück

Für Christian Paschke und Kevin Krämer ist Veranstaltung Vorübung für Auftritt in der Nationalmannschaft.

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Kevin Krämer (mit Ball) spielt in der Bundesliga für die Greifswalder Rollmöpse und auch in der deutschen Nationalmannschaft.

Quelle: rk

Greifswald. Trotz einer Gehbehinderung Sport treiben. Für Kevin Krämer und Christian Paschke gehört das zum alltäglichen Leben. Seit zehn Jahren spielen die beiden Hansestädter Rollstuhlrugby bei den Greifswalder Rollmöpsen.

Am Wochenende konnten sich die leidenschaftlichen Sportler Paschke und Krämer zusammen mit 28 weiteren Spielern beim 24 Stunden Rollstuhlrugby in der Sporthalle des Berufsbildungswerkes richtig auspowern. „Das hier ist ein absolutes Spaßspiel, bei denen auch Fußgänger mitmachen dürfen, was in normalen Rollstuhlrugbyspielen natürlich nicht erlaubt ist“, sagte Daniel Lemke, Trainer der Rollmöpse.

Da ließ sich dann auch Krämers Freundin, die 25-jährige Eva Lissek, nicht lange bitten und spielte mit. „Ich hab erst am Donnerstag angefangen ein bisschen zu üben“, gab die Physiotherapeutin zu.

„Ich denke, dass mir vor allem die Arme und Schultern richtig wehtun werden.“

Sie kann das Gefühl nur erahnen, wie es ist, in einem Rollstuhl zu sitzen. Doch deswegen aufgeben, kommt weder für Paschke, der durch eine Operation am offenen Rücken halb gelähmt ist, noch für Krämer infrage. „Es macht einfach großen Spaß und im Gegensatz zum Rollstuhlbasketball kann man beim Rugby mehr Körperkontakt mit einbeziehen“, sagte der 29-jährige Paschke. „Dieses Spiel erfordert viel Kampf, aber auch Taktik“, erklärte Krämer, der im Kindesalter an einen Tumor erkrankte und seither teilweise gelähmt ist. „Ich kann zwar noch etwas gehen, aber das erfordert viel Kraft“, sagte der 27-jährige Rechtsanwaltsfachangestellte, der es mit seiner Leidenschaft zum Rollstuhlrugby bis in die Nationalmannschaft geschafft hat. Auch sein Mitspieler und Freund Paschke darf sich in die Riege der großen Rollstuhlrugbyspieler einreihen, ist ab November offiziell Nationalspieler. Doch für seinen großen Traum muss er viel leisten: „Zweimal die Woche trainieren wir und nebenbei fahre ich regelmäßig Handbike.“

Während der 24 Stunden haben beide Spieler kaum geschlafen. Paschke:„Das ist natürlich doppelt anstrengend.“

 

cwe

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