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Romantikoffensive im Krupp-Kolleg

Greifswald Romantikoffensive im Krupp-Kolleg

Das Sommersemester bietet das bisher umfangreichste Programm der Geschichte mit etwa 70 Veranstaltungen

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Etwa 6000 Programme des Krupp-Kollegs für das Sommersemester werden für den Postversand vorbereitet.

Quelle: Eckhard Oberdörfer

Greifswald. Die Schriftstellerin Judith Schalansky wird erwartert, auch der Suhrkamp-Cheflektor Raimund Fellinger und der Altmeister der Caspar-David-Friedrich Forschung, Helmut Börsch-Supan. Das sind nur einige der vielen prominenten Persönlichkeiten, die im kommenden Sommersemester im Krupp-Kolleg erlebt werden können. „Ein so vielfältiges und umfangreiches Programm hatten wir noch nie in unserer Geschichte“, sagt der Wissenschaftliche Geschäftsführer Christian Suhm. „Es war ein großer Kraftakt, das hinzubekommen. Ich kann noch gar nicht glauben, dass wir es geschafft haben.“ Knapp 70 Veranstaltungen laufen ab dem 6. April in der Lutherstraße. „Im Juni ist nur ein Abend frei“, berichtet Katja Kottwitz, Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit. „Das ist der Tag an dem Deutschland gegen Irland bei der Fußballeuropameisterschaft spielt.“ Optimistisch haben die Planer berücksichtigt, dass Deutschland bis ins Endspiel kommt.

OZ-Bild

Das Sommersemester bietet das bisher umfangreichste Programm der Geschichte mit etwa 70 Veranstaltungen

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Das Krupp-Kolleg strahlt weit über die Grenzen Vorpommerns hinaus. Fast 6000 Briefe mit dem Programm werden in Bestimmungsorte nicht nur in Deutschland verschickt. Bewährtes wird fortgesetzt. Es gibt wieder eine Klang-Rede, eine Felix-Hausdorff-Vorlesung, eine Gustaf-Dalman-Lecture, eine Loeffler-Lecture, eine Caspar-David-Friedrich-Vorlesung und die Sommerschulen Ukrainicum und Polonicum, um einige Beispiele zu nennen.

„Wir können uns heute kaum noch vor Kooperationsangeboten retten“, berichtet Christian Suhm. Auch neu an die Universität berufene Kollegen würden schon nach kurzer Zeit den Weg ins Kolleg finden. Das spiegelt sich im Vortrags- und Tagungsprogramm wieder, das alle Fakultäten berücksichtigt.

„Soviel Romantik war noch nie in Greifswald“, stellt der Wissenschaftliche Geschäftsführer fest. „Wir unterstützen intensiv die Romantikinitiative der Philosophischen Fakultät.“ Das ist weit mehr als eine Beschäftigung mit dem Werk von Caspar David Friedrich, Philipp Otto Runge und Zeitgenossen sowie dessen Rezeption. Professoren wie Kilian Heck (Kunstgeschichte), Thomas Stamm-Kuhlmann (Geschichte), Walter Werbeck (Musikwissenschaften), Eckhard Schumacher (Germanistik), Hubertus Buchstein (Politikwissenschaft) und Eva Blome (Gender Studies) gehören zu den Trägern dieser Initiative.

Suhm und Schumacher organisieren die Reihe „Nach der Romantik“ im Krupp-Kolleg und führen am 26. April beim Eröffungsabend in die Thematik ein.

Als prominentester auswärtiger Redner wird der als „wichtigster Denker des Ästhetischen“ gerühmte Karl-Heinz Bohrer nach Greifswald kommen. Er spricht über „Das Wunderbare und das Phantastische. Zur romantischen und surrealistischen Metaphorik“. Die Reihe werde den aktuellen Forschungsstand widerspiegeln, verspricht Suhm. Es gehe um Konstellationen und Transformationen, darum, wie die romantische Idee im 19. und 20. Jahrhundert wirksam diskutiert wurde. „In den 1940er Jahren gab es den Begriff der ,Stählernen Romantik‘, erläutert Suhm. Es gab rechtskonservative Transformationen, aber auch linkskonservative wie beispielsweise in der Bewegung der 68er. Romantik bleibe provokativ und sei ein interessanter Gegenspieler der Moderne, sie sei multidisziplinär, macht Suhm neugierig.

Ein zweites Großereignis des Sommersemesters ist für Suhm die Reihe des Jungen Kollegs „Mensch:Maschine“. Zur Eröffnung kommt der prominente Strafrechtler und Rechtsprofessor Reinhard Merkel nach Greifswald. Am 21. April spricht er über „Menschen, Cyborgs und (humanoide) Roboter. Herausforderungen für Autonomie und Verantwortung.“

Aus dem Programm des Krupp-Kollegs

Am 6. April wird die Reihe „Nachhaltigkeit interdisziplinär, Anstöße für den Übergang“ um 18 Uhr mit dem Vortrag von Hans Joosten „Wissenschaft in der Klimapolitik: Einsichten in die Suppenküche der Klimakonvention“ eröffnet.

Am 21. April eröffnet Reinhard Merkel mit „Menschen, Cyborgs und (humanoide) Roboter. Herausforderungen für Autonomie und Verantwortung um 18 Uhr die Reihe „Mensch:Maschine“.

Am 26. April starten Eckhard Schumacher und Christian Suhm die Reihe „Nach der Romantik“ und sprechen um 18 Uhr über „(Post-)Romantische Konstellationen im 19. und 20.Jahrhundert.“

Der Eintritt ist frei.

• mehr auf: www.wiko-greifswald.de

Von Eckhard Oberdörfer

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