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SG Uni Greifswald/Loitz feiert zweiten Sieg

Berlin/Greifswald SG Uni Greifswald/Loitz feiert zweiten Sieg

Der Aufsteiger in die Handball-Oberliga gewinnt im zweiten Saisonspiel beim VfL Tegel mit 26:25

Berlin/Greifswald. In ihrem zweiten Spiel in der Oberliga Ostsee-Spree haben die Handballer der SG Uni Greifswald/Loitz durch einen energischen Schlussspurt beim VfL Tegel mit 26:25 gewonnen. Mit unbändigem Kampfgeist und mit eiskalten Nerven haben die Vorpommern den Berlinern in den Schlussminuten den schon sicher geglaubten Sieg entrissen. „Ich freue mich für die Mannschaft und das Trainerteam über diesen schwer erkämpften zweiten Saisonsieg“, sagte SG- Vorstandsmitglied Hartmut Roder. „Es ging am Ende so spannend zu, dass ich kurz vor einem Herzkasper stand.“

Nach der 1:0-SG-Führung aus dem Anwurf heraus übernahmen die Gastgeber die Regie. Bis Mitte der ersten Halbzeit baute Tegel den Vorsprung auf 8:5 aus, ehe Aleksander Kokoszka mit dem ersten Siebenmeter der SG Uni auf 6:8 verkürzte. Nach dem 8:10 und einer Auszeit, genommen von Trainer Alexander Einweg, lief es für die SG-Handballer wieder besser.

Hannes Lemcke traf und Radoslaw Wolski holte einen Siebenmeter heraus, den Kokoszka zum 10:11 in die Maschen warf. Tegel handelte sich eine Zeitstrafe ein. Doch trotz dieser Überzahl kassierte Greifswald/Loitz den nächsten Gegentreffer. Danach holte Wolski abermals einen Siebenmeter heraus. Kokoszka scheiterte am Berliner Torhüter, verkürzte aber im Nachwurf auf 12:13. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause.

„In der Anfangsphase leisteten wir uns fünf technische Fehler in fünf Minuten“, kritisierte Einweg nach dem Spiel. „Wir ließen Tegel zu leicht gewähren und uns fehlte der notwendige Druck im Aufbauspiel. Wir agierten nicht schnell genug“, so der Trainer weiter zum Verlauf der ersten Spielhälfte.

Die zweite Halbzeit begann nach den Vorstellungen der Gäste. Michael Borchardt hielt und Jakub Olejniczak glich zum 13:13 aus. Doch dann zog Tegel wieder auf 17:14 davon. Greifswald/Loitz vergeigte mehrere Angriffe in Folge. Einweg wechselte auf mehreren Positionen und hatte mit dieser Taktik Erfolg. Seine Mannschaft behielt die Nerven. Nach dem 21:21 (48.) legte Julian Schramm das 22:21 nach.

„Wir wussten um unsere Chance und hielten die Konzentration hoch“, berichtete Einweg. Er lobte Borchardt, „der zum überragenden Rückhalt wurde.“ Zwei Minuten vor dem Abpfiff schloss Lemcke eine herrliche Doublette mit Schramm zum 25:24 für die Gäste ab. Borchardt hielt die knappe Führung mit einer weiteren Glanzparade fest. Schramm fing in der Abwehr den nächsten Anlauf Tegels ab und traf 20 Sekunden vor der Schlusssirene zum spielentscheidenden 26:24. Der letzte Treffer Tegels ging in den Sieggesängen der zahlreich mitgereisten Uni-Fans unter.

SG Uni Greifswald/Loitz: Weier, Borchardt – Seidel, Czekansky, Stefanicki, Schramm 4, Hagemeier 3, Olejniczak 3, Wolski 1, Kokoszka 9/3, Lemcke 6.

Strafwürfe: Tegel 0, SG Uni 4/3.

Strafminuten: Tegel 4, SG Uni 6.

Ralf Scheunemann

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