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Greifswald Sargis will Fußballprofi werden
Vorpommern Greifswald Sargis will Fußballprofi werden
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00:00 22.02.2017

Sargis Martirosyan kann es kaum noch abwarten. Der zentrale Mittelfeldspieler ist heiß auf den Bundesliga-Rückrundenstart seiner Mannschaft, der B-Junioren von Hansa Rostock. Nachdem die Begegnung gegen Magdeburg (18.2.) abgesetzt worden ist, starten die Hanseaten an diesem Wochenende in die zweite Saisonhälfte. Tabellenführer Werder Bremen ist der Gegner. Mit 14 Zählern belegen die Hanseaten den ersten Abstiegsrang (Platz 12). Sie liegen zwei Punkte hinter ihrem ärgsten Widersacher, Union Berlin.

Der 16-jährige Martirosyan glaubt fest an den Verbleib in der Eliteklasse: „Wir können es auf jeden Fall packen. Wir haben viele gute Spiele gemacht, uns aber nicht für unseren Aufwand belohnt.

Dadurch haben wir unnötig Punkte liegen gelassen, die wir uns in der Rückserie zurückholen wollen.“

Der gebürtige Greifswalder, seine Eltern kamen vor 17 Jahren aus Armenien nach Deutschland, ist optimistisch und gibt die Marschroute für die nächsten Monate vor. „Wir müssen hart um jeden Punkt kämpfen, jedes Spiel alles geben, dann packen wir auch die Klasse“, sagt Martirosyan, der mittlerweile sogar eine Anfrage des Managers der armenischen Nationalmannschaft vorliegen hat.

Vater Serop Martirosyan bestätigt dies: „Sargis wurde gefragt, ob er bereit wäre, für Armenien zu spielen. Wir beide haben mit den Verantwortlichen telefoniert und Interesse gezeigt und uns wurde gesagt, dass eine Einladung zum Verband bald folgen würde.“

Im Sommer 2014 wechselte der Spielgestalter des GFC-Vorläufers Greifswalder SV nach Rostock und lebt seitdem den Traum von einer Fußballer-Karriere. „Die dritte Liga wäre schon ein toller Erfolg. Ich will aber noch weiter nach oben“, sagt das Nachwuchstalent.

Sargis spielt seit dem sechsten Lebensjahr Fußball. Ins Blickfeld der Hanseaten geriet er bei den Hallen-Landesmeisterschaften 2014. Anschließend trainierte er ein halbes Jahr regelmäßig im sogenannten Talentepool des Drittliga-Nachwuchses und setzte sich bei der finalen Sichtungsmaßnahme in Neubrandenburg gegen mehrere Kontrahenten durch. Seither wohnt der 16-Jährige im Internat des Klubs. Dort fühlt sich der Nachwuchskicker pudelwohl. Über seine Zeugnisnote zum Halbjahr hüllt sich der sympathische Fußballer in Schweigen: „Es ist nicht schlecht. Aber auf dem Fußballplatz bin ich ehrgeiziger.“

Obwohl Martirosyan noch zum jüngeren B-Jugend-Jahrgang gehört (2001), läuft er regelmäßig für die Rostocker auf, gibt sich dennoch bescheiden: „Dass ich überhaupt in der Bundesliga spielen darf, hätte ich nie gedacht. Umso mehr hab ich mich gefreut.“

Vor allem von seinem großen Vorbild, Henrikh Mkhitaryan (Manchester United), schaut sich Martirosyan viel ab. Er schwärmt von seinem Idol. „Seine Ballbehandlung und Spielintelligenz sind fantastisch.

Er spielt mit viel Übersicht und Ruhe", urteilt Martirosyan, der genau diese Fähigkeiten auch für sein Team einbringen möchte, um am Ende der Saison über den Klassenerhalt in der höchsten Nachwuchsspielklasse jubeln zu können.

René Warning

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