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Greifswald Schön, schöner: Schönwalde I!
Vorpommern Greifswald Schön, schöner: Schönwalde I!
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00:00 03.06.2017

Die Bewohner in Schönwalde I und der Südstadt wollen einen grünen Stadtteil, mehr Fahrradstellplätze und eine gelingende Integration von Flüchtlingen und Zuwanderern. Das waren am Donnerstagabend die Wünsche auf der jüngsten Ortsteilvertretersitzung.

Die Bewohner wünschen sich mehr Grün und eine gelingende Integration von Flüchtlingen

Ein Vorhaben lautet, auf dem Mittelstreifen der Lomonossowallee Bäume anzupflanzen. „So wird dort eine echte Allee entstehen“, sagt Peter Multhauf (Linke), Vorsitzender der Ortsteilvertretung.

Das Problem: Unter der Lomonossowallee verläuft eine Regenwasserleitung. An ihr könnte die Bepflanzung scheitern, weil sie dadurch beschädigt würde. Ob das tatsächlich so ist, müsse überprüft werden, wozu Geld aus dem Haushalt nötig sei, sagt Peter Multhauf. An ein Scheitern der Begrünung mag er nicht glauben: „Auf einem anderen Teil der Lomonossowallee stehen bereits Bäume, obwohl auch da angeblich nicht gepflanzt werden kann. Ich weiß, dass es nicht von heute auf morgen etwas wird, aber wir sollten daran geduldig arbeiten.“ Die Stadtwerke kennen das Problem, sehen das Vorhaben dennoch positiv.

„Wir werden die ersten drei Bäume stiften“, sagt Thomas Prauße, Geschäftsführer der Stadtwerke. „Die Bepflanzung muss allerdings machbar sein.“ Durch Ausgleichsmaßnahmen könne der Mittelstreifen auch auf ganzer Länge bepflanzt werden. Denn wenn die Stadt an einem Ort Bäume fällt, zum Beispiel wegen Baumaßnahmen, muss sie diese an anderer Stelle ersetzen. Sollte die Stadt den Mittelstreifen als geeignete Fläche ausweisen, könnte der mit über 10000 Menschen einwohnerstärkste Stadtteil Greifswalds dort grüner werden.

Das würde Günter Bogumil aus der Lomonossowallee freuen. „Auch die Freiflächen sollten mit Mischwäldern bepflanzt und zu Erholungsorten gemacht werden“, fordert er. „Die Bäume würden auch den Straßenlärm etwas dämpfen und die Kinder könnten Naturerfahrungen in ihrem Viertel sammeln“, sagt er.

Damit sie das mit dem Rad tun können, brauche es mehr Fahrradstellplätze, sagt Doris Stubbe aus Schönwalde I. „In der Gustebiner Wende sind zu wenige Stellplätze. Das setzt sich am Ärztehaus und bei den Einkaufshallen fort.“ Was die 65-Jährige jedoch viel mehr stört, ist die Wohnungspolitik.

Durch sie lebten zu viele Familien mit Migrationshintergrund zu eng in zu wenigen Aufgängen beieinander. „Das behindert die Integration. So entsteht kein Kontakt zwischen Einheimischen und Neuankommenden. Die Einheimischen helfen gerne und beantworten Fragen“, sagt Stubbe. „Greifswald soll so bunt bleiben, wie es ist“, fordert sie. „Aber wenn die Flüchtlinge isoliert werden, schaffen wir uns soziale Brennpunkte.“

In Schönwalde I und der Südstadt werde das kein Dauerzustand sein, versichert WVG-Geschäftsführer Klaus-Peter Adomeit. „Das ist nur eine Momentaufnahme“, sagt er. „In den letzten Monaten wurden viele Flüchtinge anerkannt, so dass sie sich eigene Wohnungen suchen können.“ Einige seien bereits nach Schönwalde II und in das Ostseeviertel Ryckseite gezogen. Die WVG vermietete zeitweise 100 Wohnungen an den Landkreis Vorpommern-Greifswald, der für die Unterbringung der Neuankömmlinge zuständig ist. Diese Zahl sei mittlerweile auf 40 gesunken, sagt Adomeit.

Christopher Gottschalk

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