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Schüler aus Wolgast gewinnen Waldolympiade bei Karlsburg

Züssow Schüler aus Wolgast gewinnen Waldolympiade bei Karlsburg

Platz zwei geht an Viertklässler aus Züssow – Am 8. Juni sind Schüler aus Greifswald, Kemnitz und Dersekow gefordert

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Nicht verkanten! Am Sägebock waren Jim (links) und Richard (rechts) aus der Klasse 4 a der Wolgaster Heberleinschule um einen geraden Schnitt bemüht. Am Ende der Waldolympiade im Forst von Karlsburg hatten sie und ihre Klasse die Nase vorn.

Quelle: Fotos: Sven Jeske

Züssow. Grübeln unter hohen Bäumen. Ein Spurenbild gibt Rätsel auf. „Wildschwein oder Reh?“ murmelt Max. Der Grundschüler aus Züssow hat keine Ahnung. Doch er ist nicht alleine mit der Aufgabe. Seine ganze Klasse steht an einer Tischplatte, auf der Fellstücke, eine Geweihstange und eben Abbildungen von Spuren liegen. Es geht um „Tiere des Waldes“: Fuchs, Schwein, Hase oder Eichhörnchen – was von alledem gehört zu wem?

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Platz zwei geht an Viertklässler aus Züssow – Am 8. Juni sind Schüler aus Greifswald, Kemnitz und Dersekow gefordert

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Die Waldolympiade ist ein Teamwettbewerb. Auf das Miteinander kommt es an.“Bianca Breithaupt, Forstamt Jägerhof

Waldolympiade gestern im Revier Karlsburg: Sechs vierte Klassen aus Gützkow, Züssow und Wolgast wetteifern um Punkte. „Wissen ist gefragt und Geschicklichkeit“, erklärt Bianca Breithaupt, Oberinspektorin im Forstamt Jägerhof. Und nicht weniger wichtig sei die Teamarbeit, betont sie. „Sonst funktioniert es nicht.“

Wie entscheidend das Miteinander sein kann, wird der Klasse 4 a aus der Wolgaster Heberleinschule an Station fünf vor Augen geführt. Je zwei Mädchen und zwei Jungen sollen einen Stamm mit neun Zentimeter Durchmesser derart hälftig ansägen, dass eine möglichst gerade Schnittfläche herauskommt. „Nicht verkanten“, ruft Lehrerin Silke Putzar ihren Schützlingen zu.

Derweil eilt Linda aus der 4a der Wolgaster Grundschule Baustraße zur Station „Waldboden“. Sie hat einen Mistkäfer gefunden. Der landet nun in einem Lupenbecher, damit andere Kinder ihn ausgiebig betrachten können. Schön sei es hier, sagt Linda. „Nur die Mücken müssten weg.“

Gerhard und Marita Brüggemann sind oft im Wald unterwegs: zu Fuß oder auf dem Rad, nicht selten mit Hund. „Der Wald ist ein Ruhepol“, findet das Paar aus Züssow. Und er biete gesunde Luft. Die Olympiade machen Brüggemanns zum nunmehr dritten Mal mit: Sie grillen Bratwürste – für den kleinen Hunger zwischendurch. Ohne Helfer wie sie wäre die Waldolympiade nicht so gut zu bewältigen, gibt Bianca Breithaupt zu bedenken. „Wir haben viele ehrenamtliche Mitstreiter, damit die Veranstaltung gelingt.“

Vor nunmehr zehn Jahren wurde die Waldolympiade im Karlsburger Holz aus der Taufe gehoben. Die Kinder sollten nicht nur den Wald besser kennenlernen, sondern auch verstehen, dass er wichtig für das Leben ist. Inzwischen veranstaltet das Forstamt Jägerhof auch eine Waldolympiade in Greifswald. Im Elisenhain werden am 8. Juni alle Viertklässler der Hansestadt sowie aus Kemnitz und Dersekow um Punkte wetteifern.

Im Revier Karlsburg hatte gestern die Klasse 4a der Heberleinschule Wolgast die Nase vorn. Die Schüler von Silke Putzar brachten es auf 108 von 120 möglichen Punkten. Platz zwei ging an Max und seine Mitschüler von der Klasse 4 aus Züssow. Die „Eichhörnchen", wie man sie für die Olympiade nannte, erreichten 105 Punkte.

Nur einen Punkt weniger und damit Platz drei belegte die 4b der Wolgaster Heberleinschule. Es folgten die 4b der Grundschule Wolgast Baustraße (100 Punkte), die Klasse 4 der Grundschule aus Gützkow (97 Punkte) und die Klasse 4a der Grundschule Baustraße Wolgast (96 Punkte).

Waldolympiaden werden nicht nur in Deutschland veranstaltet. Auch die lettische Staatswälder AG lobt Jahr für Jahr Schülervergleiche in freier Natur aus. Und die Schweizer Region Gantrisch im Kanton Bern ist ganz stolz auf ihre „Waldolympiade“, die „schweizweit einzigartig“ sei.

Sven Jeske

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