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Schule und Treff für Riemserort? Die Stadt könnte helfen

Greifswald Schule und Treff für Riemserort? Die Stadt könnte helfen

Bürger des Ortsteils wünschen sich eine Art Gemeindehaus — Die frühere Schule steht gerade zum Verkauf — Greifswald könnte sie erwerben und den Weg frei machen

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Acht von 17 Kindern aus nur einer Straße in Riemserort: Eric, Hannah, Josefine, Ehmi, Luis, Mia, Elias und Jannes würden sich freuen, käme wieder Leben in die alte Schule.

Quelle: Sven Jeske

Greifswald. Im Stadtteil Riemserort hoffen Bürger auf die Wiedereinrichtung einer Grundschulklasse mit Hortbetreuung. Unterrichtet werden könnte sie in einem gerade freigezogenen Gebäude, das in der Vergangenheit schon einmal als Schule genutzt wurde, erklärt Ortsratsvorsitzende Ulla Tesmer.

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Bürger des Ortsteils wünschen sich eine Art Gemeindehaus — Die frühere Schule steht gerade zum Verkauf — Greifswald könnte sie erwerben und den Weg frei machen

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Um das große Haus auszulasten, schwebt ihr und anderen vor, es auch für den Jugendklub, den Seniorentreff, die örtliche Tanzgruppe und Freizeitsportler herzurichten. „Die Zeit“, sagt Tesmer, „drängt!“ Vor wenigen Tagen erst habe der bisherige Eigentümer, die Riemser Pharma AG, das Objekt aufgegeben und sei nach Greifswald verzogen. Nunmehr stünde das Gebäude zum Verkauf. Mehr als 400

000 Euro will das Unternehmen dafür haben. „Allerdings ist es auch bereits, die Immobilie für einen weit geringeren Betrag an die Hansestadt Greifswald zu veräußern“, macht Tesmer deutlich.

Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Die Grünen) gefällt die Idee eines Gemeinschaftszentrums im 13 Kilometer nördlich von Greifswald gelegenen Stadtteil. „Allerdings muss klar sein, ob und wie es dauerhaft ausgelastet werden kann, damit die Bürgerschaft über einen Kauf entscheiden kann“, stellt er klar.

Auf offene Ohren stieß die Initiative der Riemser im Bildungsausschuss der Stadt. Zwar habe man Zweifel, dass das Land der Einrichtung einer eigenständigen Grundschule in Riemserort zustimmen würde.

Da Greifswald schulischer Mehrfachstandort sei, bedürfe es dazu 40 Schüler pro Klassenstufe. Einfacher aber sei es möglicherweise, Riemserort zum Außenstandort einer etablierten Greifswalder Schule zu machen, meinte etwa Ausschussmitglied Ulf Burmeister (Bürgerliste).

Ulla Tesmer verweist auf die wachsende Anzahl von Kindern im Ort. Die Tagesstätte dort würde auch von Beschäftigten des Riemser Bundesforschungsinstituts „Friedrich Loeffler“ genutzt. Inzwischen gebe es eine Warteliste für die Einrichtung. Die benötige deshalb Räume in ihrem Haus, die zurzeit vom Riemser Jugendklub und vom Seniorentreff in Beschlag genommen sind.

Carina Lubinski, Mutter einer Tochter, fände es schön, würde sich die Hansestadt dazu durchringen, das Gebäude von der Riemser Pharma zu erwerben, um es der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. „Wir hätten dann endlich Platz für größere Veranstaltungen, auch Fitness- und Yogakurse könnte man veranstalten.“ Ulrich Kuhn, Vater von zwei Kindern, stimmt dem zu. 14 Mädchen und Jungen im Alter von 0 bis 15 Jahren wohnten allein in seiner Straße. „In diesem Jahr gab es schon viermal Nachwuchs hier“, schildert er.

Auch Alfred Hartwig, seit mehr als 50 Jahren in Riemserort zu Hause, würde die Wiedereinrichtung einer Schule begrüßen. „Für die Kinder wäre es schön, sie müssten dann nicht jeden Morgen bis nach Greifswald fahren.“ Riemserort, sagt Hartwigs Frau Lilli, habe sich deutlich verjüngt. „Es gibt kaum noch Alte hier.“

Um sein Anliegen voranzutreiben, will der Ortsrat demnächst einen offiziellen Antrag an den Oberbürgermeister richten, das Haus der Riemser Pharma zu kaufen. Tesmer kündigte zudem an, mit dem Bürgermeister der Nachbargemeinde Mesekenhagen zu reden, um auszuloten, ob auch deren Kinder in Riems beschult werden könnten.

Von Sven Jeske

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