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Greifswald Schwerer Vorwurf gegen Martinschule
Vorpommern Greifswald Schwerer Vorwurf gegen Martinschule
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07:26 25.07.2016
Zur Martinschule gehören zwei Häuser, hier im Bild Haus II. Quelle: Cornelia Meerkatz
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Insel Usedom/Greifswald

Schwere Vorwürfe gegen die Greifswalder Martinschule: Dort soll ein geistig behinderter Schüler misshandelt worden sein. Das behaupten Silva Erdmann und ihr Mann Rene Buhl, Eltern des elfjährigen Felix. Der auch an einer Muskelschwäche leidende Junge besucht die 5. Klasse. Bisher war die Familie, die auf der Insel Usedom zu Hause ist und zwei weitere Kinder hat, davon überzeugt, für ihn eine Schule gefunden zu haben, in der er sich wohlfühlt und die ihn fördern kann. Doch dieses Urteil hat sie nun gründlich revidiert. 

Nach Aussagen seiner Eltern wurde Felix Ende Juni in der Schule von zwei Lehrern und einem Integrationshelfer misshandelt, nachdem er sich geweigert hatte, einen Geschirrspüler auszuräumen. Eine Lehrerin habe ihn am Arm gezerrt, um ihn zum Ausräumen zu zwingen. Weil er sich immer noch widersetzt habe und böse geworden sei, hätten ihn Lehrer und der Integrationshelfer eines anderen Kindes auf den Boden geworfen, sich auf ihn gesetzt und ihn sogar mit dem Kopf gegen eine Wand gestoßen. Der Junge hatte, als er nach Hause kam, am ganzen Körper Hämatome. Die nach dem Vorfall aufgesuchte Kinderärztin rief sofort die Kripo.

Benjamin Skladny, Leiter des Evangelischen Schulzentrums Martinschule, weist die Vorwürfe zurück. Es stimme zwar, dass Felix nicht den Geschirrspüler ausräumen wollte. „Doch dann ist der Junge sehr aggressiv gegenüber der Lehrerin geworden und hat ihr die Haare büschelweise ausgerissen“, berichtet Skladny. „Weil er nicht zu beruhigen war, mussten die Betreuer Felix auf dem Boden festhalten. Er hätte sonst weitere Personen und sich selbst gefährdet“, sagt der Schulleiter und verweist darauf, dass es eine besondere Kompetenz der Martinschule sei, Kinder mit Behinderungen zu unterrichten.

Die Eltern sind von der Martinschule enttäuscht, weil bis heute kein vernünftiges Gespräch zustande gekommen sei. Mittlerweile beschäftigt der Fall die Anwälte beider Parteien.

Cornelia Meerkatz

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