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Sechs Verletzte bei Unfall auf A 20

Greifswald Sechs Verletzte bei Unfall auf A 20

Zwischen Greifswald und Gützkow sind sechs Autos und zwei Lkw verunglückt. Sechs Personen wurden verletzt, vier von ihnen schwer. Erst nach Stunden konnte die Strecke wieder für den Verkehr freigegeben werden.

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Mehrere Pkw und zwei Lkw stießen am Mittwochabend auf der A 20 zusammen.

Quelle: Dirk Scheer

Greifswald. Nach einem Unfall am Mittwochabend zwischen den Anschlussstellen Gützkow und Greifswald ist die Autobahn 20 am frühen Donnerstagmorgen wieder freigegeben worden. Vorläufig gilt ein Tempolimit von 60 Stundenkilometern an der Unglücksstelle, teilte die Polizei mit.

DCX-Bild

Zwischen Greifswald und Gützkow sind sechs Autos und zwei Lkw verunglückt. Sechs Personen wurden verletzt, vier von ihnen schwer. Erst nach Stunden konnte die Strecke wieder für den Verkehr freigegeben werden.

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Bei dem Unglück waren sechs Pkw und zwei Lkw zusammengestoßen. Sechs Personen wurden verletzt, vier davon schwer. Nach einem Reifenplatzer durchbrach den Angaben zufolge ein Lkw die Leitplanken und landete auf der Gegenfahrbahn. Die 25 Tonnen Harnstoffdünger, die er geladen hatte, verteilten sich quer über die Autobahn. Sechs Autos, die in Richtung Lübeck unterwegs waren, verunfallten durch die auf der Fahrbahn liegende Ladung. Ein weiterer Lkw fuhr auf die Autos auf.

Der 57-jährige Fahrer des Lkws wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt. Er und ein 46-jähriger Pkw-Fahrer sowie zwei weitere Personen erlitten schwere Verletzungen. Zwei Menschen wurden leicht verletzt und konnten das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen. Der Sachschaden wird auf mehrere 100 000 Euro geschätzt. Durch den Unfall wurde die Mittelschutzplanke auf etwa 150 Metern beschädigt.

Schaulustige gehen zur Unfallstelle

An der etwa 300 Meter langen Unfallstelle waren zwischenzeitlich zahlreiche Schaulustige anwesend. Dass Gaffer die Rettungsarbeiten behinderten, bestätigte die Polizei nicht. Beamte hatten die Unfallstelle weiträumig abgesperrt. Aus einigen Fahrzeugen, die im Stau standen, seien Personen ausgestiegen, um nach vorn zur Unfallstelle zu gehen. Die Polizisten hätten die Personen daraufhin unter Androhung von Platzverweisen und Bußgeldern zurück in die Autos geschickt, teilte eine Polizeisprecherin mit. Es seien sogar Leute dabei gewesen, die mehrmals versuchten, an den Absperrungen vorbeizukommen.

Gefährliches Ammoniak-Gemisch erschwert Bergungsarbeiten

Dutzende Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst aus Greifswald, Gützkow, Züssow, Kemnitz, Bandelin, Jarmen, Demmin, Altentreptow, Grimmen und Stralsund waren vor Ort. Ihnen bot sich ein Bild des Schreckens – überall Trümmerteile und der Dünger. Deshalb wurde auch der Gefahrgutzug Nord angefordert, da das Ammoniak-Gemisch bei Nässe chemische Reaktionen freisetzt. Laut Einsatzkräften bestand die Gefahr von Verpuffungen.

Autobahn komplett gesperrt

Die Autobahn wurde über die Nachtstunden komplett gesperrt und Umleitungen eingerichtet. Es kam in beiden Fahrtrichtungen zu erheblichen Rückstau, der erst nach und nach abgebaut werden konnte.

„Einen so schlimmen Unfall habe ich noch nie gesehen.“

Der Sozialdezernent des Landkreises Vorpommern-Greifswald, Dirk Scheer (parteilos), machte sich noch am Abend an der Unfallstelle ein Bild vom Geschehen. „Es ist furchtbar. Einen so schlimmen Unfall habe ich noch nie gesehen.“, sagte Scheer.

Cornelia Meerkatz und Kay Steinke

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