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Segler konnten Werft nutzen

Greifswald Segler konnten Werft nutzen

OZ-Serie zur Geschichte des Greifswalder Yachtclubs

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Buchholzsche Werft am Eisenhammer. Fotos (2): Sammlung Radicke

Greifswald. Der Greifswalder Yachtclub feiert in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag. Die OZ veröffentlicht eine kleine Serie, die auf der Rede von Wolfgang Radicke, dem ältesten Aktiven des Vereins, bei der Festveranstaltung beruht.

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OZ-Serie zur Geschichte des Greifswalder Yachtclubs

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Der letzte Teil endete mit der Eröffnung des Bootshauses 1961 auf dem Gelände der früheren Militärbadeanstalt. Wie Wolfgang Radicke weiter berichtet, hatte Herr Hoffschild 1954 die Werft am Eisenhammer an die Betriebssportgemeinschaft (BSG) Einheit des Rates der Stadt verpachtet. Das war der Verein, in dem die Segler nun organisiert waren. Als Hoffschild die DDR verließ, bekam die BSG dieses Grundstück zur kostenlosen Nutzung. Die Bootseigner bauten Schuppen für ihre Boote. Die Slipp wurde in Ordnung gebracht, das Gelände begrünt und ein kleiner, heizbarer Aufenthaltsraum geschaffen, so Radicke. Weil Liegeplätze knapp wurden, legten die Sportler 1966 am Südufer des Rycks neue Plätze an.

Selbsthilfe war angesagt. Jeder, der einen Liegeplatz wollte, musste den passenden Steg für sein Boot bauen. „Auch in Eldena wurde nun mit einem Autokran geslippt“, berichtet Radicke. „Wir wollten segeln und mit unseren Arbeiten für uns und für unsere Boote gute Bedingungen schaffen.“

Seit dem Bau der Mauer in Berlin am 13. August 1961 war die Küste streng bewacht. Segler galten als potentielle Grenzverletzer. Die Sportler durften nur noch in den inneren Seegewässern der DDR von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang segeln. Wie Radicke berichtet, wartete die Wasserschutzpolizei schon im Hafen, wenn man nicht rechtzeitig kam. Da die meisten Boote keinen Motor hatten, konnte das bei nachlassendem Wind leicht passieren.

Eine Familie wollte mit dem Boot die DDR verlassen, wurde aber erwischt, und die Eltern bekamen eine Haftstrafe. Sie wurden von ihren Kindern getrennt, das Boot beschlagnahmt. Zwei Jugendliche schafften es mit einer Piratenjolle der BSG Einheit nach Bornholm. Fischer brachten das Boot zurück, die Leitung der Sektion Segeln bekam Ärger mit der Stasi.

Meisterschaften im Seesegeln fanden nun in der Drei-Meilen-Zone an der Küste statt. Teilnehmer benötigten diverse Genehmigungen, die von der Stasi kontrolliert und genehmigt oder ohne Begründung abgelehnt worden seien. Einzelne Besatzungen, die erfolgreich bei Regatten abschnitten und als zuverlässig galten, erhielten aber sogar mal eine Reisegenehmigung nach Memel (Klaipeda).

OZ

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