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Greifswald Senioren und Studenten erhalten am häufigsten Wohngeld
Vorpommern Greifswald Senioren und Studenten erhalten am häufigsten Wohngeld
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00:00 09.03.2013
Greifswald

Im Monat März haben 1328 Haushalte in der Hansestadt Greifswald Wohngeld bezogen. Darunter 407 Rentner — das sind rund 30 Prozent. Zu wenig, glaubt Berndt Frisch, Vorsitzender des Seniorenbeirats der Hansestadt. Der Landesdurchschnitt liegt bei 50 Prozent. Frisch ist überzeugt davon, dass mehr Menschen dieser Altersgruppe Anspruch auf den Mietkostenzuschuss haben und will nun in den Vereinen verstärkt aufklären. Zumal die Altersarmut in den nächsten Jahren mit Sicherheit zunehme. „Denn die Erwerbsbiografien nach der Wende verlaufen nicht mehr durchgehend, viele waren lange Zeit arbeitslos. Es wurden keine Rentenbeträge mehr eingezahlt — mit der Folge, dass immer mehr Menschen nur noch Grundsicherung erhalten“, so Frisch.

Auch Ludwig-Andreas Klöckner von der Wohngeldstelle geht davon aus, dass längst nicht jeder Berechtigte auch tatsächlich Unterstützung beantragt hat. Zur Zeit gebe es so wenig Wohngeldempfänger wie seit Jahren nicht. Noch im vergangenen Jahr lag deren Zahl bei 1500, zu Spitzenzeiten auch bei 1800. Doch die Ursache für diesen Rückgang sieht Klöckner nicht in den verbesserten Lebensumständen der Hansestädter. Im Gegenteil. Besonders in der Studentenschaft, die mit 472 Fällen zu Buche schlage, „gibt es viele junge Leute, die ein schweres Überleben haben. Wer glaubt, dass Hartz IV-Empfänger am untersten Level leben, irrt“, betont Klöckner. Weil jedoch etliche Betroffene nicht über ihre Rechte Bescheid wüssten — beispielsweise können auch Hauseigentümer Wohngeld beziehen —, würde auch eine große Zahl von Hilfebedürftigen gar keinen Antrag stellen.

Allerdings: Nicht jeder, der wenig im Portemonnaie hat, bekommt den Mietkostenzuschuss. „Wer Leistungen wie Hartz IV oder Bafög erhält, ist vom Wohngeld ausgeschlossen“, stellt Klöckner klar. Ob und wenn ja, wie viel Unterstützung ein Antragsteller erhält, hänge von der Anzahl der Haushaltsmitglieder und ihren Lebensumständen, von der Höhe des Gesamteinkommens sowie der zuschussfähigen Miete ab.

Das heißt: Nur weil jemand meint, trotz eines geringen Verdienstes in einer teuren Wohnung leben zu müssen, bekommt er nicht automatisch einen (hohen) Mietkostenzuschuss. Der Durchschnitt liege bei 105 Euro monatlich, kann aber in prekären Lagen auch mal 275 Euro betragen. Der Zuschuss wird von Bund und Land finanziert.

Unterm Strich werde jeder Fall einzeln geprüft. Und in Zukunft noch genauer als bisher. Denn auch Mecklenburg-Vorpommern führt den so genannten automatisierten Datenabgleich ein, den es bereits in vier Bundesländern gibt: Wer ab Juli einen Antrag auf Hilfe stellt, muss damit rechnen, dass Lügen hinsichtlich seiner finanziellen Lebensumstände auffliegen. Sämtliche Angaben zu Kapitalerträgen, Minijobs, Renten oder anderen Leistungen werden in einem Computersystem erfasst, so dass alle Behörden darauf Zugriff haben. „Wird also bekannt, dass der Antragsteller gegen seine Mitteilungspflichten verstoßen hat, muss er mit einem Verwarn- oder Bußgeld rechnen, das bis zu 2000 Euro betragen kann“, verdeutlicht Ludwig-Andreas Klöckner. Die Erfahrungen der ersten vier Bundesländer hätten beispielsweise gezeigt, dass die Angaben zu den Minijobs in 40 Prozent der Fälle nicht stimmten. „Bevor so etwas auffliegt, sollte jeder lieber selbst zur Aufklärung beitragen“, rät der Verwaltungsmitarbeiter.

Petra Hase

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