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Greifswald Service für Rückkehrer und Zuzügler
Vorpommern Greifswald Service für Rückkehrer und Zuzügler
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00:34 25.04.2018
Daria Setzpfandt (zweite v.l.) und Bufdi Philipp Dreger (zweiter v.r.) heißen Gäste im Schönwalder Begegnungszentrum „Mole“ willkommen. Quelle: Foto: Chg

Acht Stunden arbeiten und darüber hinaus Arzttermine und Kinderbetreuung organisieren? Oder für einen neuen Job umziehen und deshalb Wohnung, Kita und Freizeitangebote suchen müssen? Das kostet Zeit und Nerven. Doch ab Juli gibt es Hilfe: Ein neues Willkommenszentrum soll genau diese Aufgaben für Arbeitnehmer, Neubürger, Rückkehrer, Azubis und Studierende übernehmen. Betreiber soll die „Gemeinnützige Gesellschaft für Arbeitsförderung, Beschäftigung und Strukturentwicklung“(ABS) sein.

„Angestellte und Unternehmensmitarbeiter sollen sich zu einhundert Prozent auf ihre Arbeit konzentrieren können und sich nicht um private Belange kümmern müssen“, beschreibt ABS-Geschäftsführerin Doreen Au die Idee dahinter. „Unternehmen haben entweder keine Zeit oder kein Personal, um sich um die so genannten weichen Standortfaktoren zu kümmern“, erklärt sie. Ein Beispiel: Ein Mitarbeiter in einem Unternehmen hätte eine englischssprachige Bank gesucht. Mit 130 Netzwerkpartnern könne die ABS Lösungen für solche Anliegen finden.

Mit dem „Welcome Center Greifswald“ soll es gelingen, Fachkräfte in die Region zu holen und zugleich in den jeweiligen Unternehmen zu halten. Aber auch Studierende, Azubis und Unternehmen sollen die Beratung nutzen. Dazu werde man online und offline Werbung machen, auf Messen präsent sein und nach und nach mehr Netzwerkpartner ansprechen, so Doreen Au.

Von diesem Plan ist auch die Stadt begeistert. „Ich freue mich, heute solche guten Nachrichten verkünden zu können“, sagte Bausenatorin und stellvertretende Bürgermeisterin Jeannette von Busse (CDU) gestern bei der Vorstellung des Projekts im Rathaus.

Das Wirtschaftsministerium gibt für das „Welcome Center“ 50000 Euro aus EU-Fördermitteln. Davon werden die Kosten für zwei Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen – die Ausschreibung läuft momentan – gedeckt. Insgesamt kostet das Projekt 83000 Euro: Das fehlende Geld stellen zahlreiche Kooperationspartnern bereit – darunter Stadt, Universität, Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern und Volksbank. Die Witeno GmbH (Wissenschafts- und Technologiepark Nordost) stellt die Räume in der Galerie am Mühlentor für das Willkommenszentrum bereit.

Die Zeit drängt, denn Fördermittel fließen höchstens zwei Jahre lang. Sollte das Center Wurzeln schlagen, könnten eines Tages Unternehmen seinen Service bezahlen, so Au. Schließlich würden im Center Anliegen von Unternehmensmitarbeitern bearbeitet. „Auf lange Sicht stelle ich mir vor, dass Anfragen über eine App eingereicht und dann bearbeitet werden“, sagt Au. Das Greifswalder Zentrum wäre nach Rostock, Stralsund und Wismar das vierte in MV.

Christopher Gottschalk

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