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Greifswald Sie kamen, sahen und liefen
Vorpommern Greifswald Sie kamen, sahen und liefen
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00:00 15.09.2016
Am Morgen zogen die Athleten und Lehrer ins Volksstadion ein. Quelle: Thomas Plank

Noch vor ein paar Monaten war es unklar: Würde das große Sportfest der Gymnasien Vorpommerns überhaupt stattfinden? Der Stadtsportbund hatte es nach einem Streit mit dem Kreissportbund Vorpommern-Greifswald abgesagt, im April diesen Jahres.

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Das Sportfest der Gymnasien lockte Hunderte her – trotz Streit zwischen Stadt- und Kreissportbund

Die Sieger

Zum dritten Mal in Folge hat das Friedrich-Ludwig-Jahngymnasium das Sportfest der Gymnasien Vorpommerns gewonnen. Spontan beschloss der Kreissportbund: Nun soll die Schule den Pokal, der bisher von Sieger zu Sieger wanderte, behalten.

Den zweiten Platz belegte das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Bergen. Dritter wurden die Schüler des Greifswalder Humboldtgymnasiums. Insgesamt machten 19 Schulen mit.

Von der Verwirrung, die das verursachte, war gestern aber nichts mehr zu sehen: Das Fest lief reibungslos, organisiert vom Kreissportbund und rund 70 Helfern aus Vereinen der Region. Rund 800 Schüler aus 19 Schulen wetteiferten miteinander, aufgeteilt auf das Volksstadion und viele Sporthallen – genau wie in den Vorjahren.

„Das wäre sonst auch der Bruch mit einer sehr schönen Tradition gewesen“, sagte Guido Mussehl von der Hochschulsportgemeinschaft Greifswald (HSG), einer der ehrenamtlichen Kampfrichter. Dass sich Gymnasien aus einem so großen Gebiet miteinander messen könnten, sei etwas Besonderes. „Das gibt es sonst nirgendwo im Land.“

Seit 2001 kommen jedes Jahr hunderte Schüler aus dem Gebiet der heutigen Kreise Vorpommern-Greifswald, -Rügen und Uecker-Randow nach Greifswald, um in insgesamt neun Disziplinen gegeneinander anzutreten. Alle Punkte, die ein einzelner Schüler ergattert, gehen aufs Konto seiner Schule, das Gesamtergebnis zählt.

Der Stadtsportbund hatte die Veranstaltung dieses Jahr überraschend abgesagt, weil er mit dem Kreissportbund zerstritten ist: Die Greifswalder fordern einen hauptamtlichen Mitarbeiter in ihrer Stadt, der Kreissportbund besteht auf der alleinigen Geschäftsstelle in Anklam (die OZ berichtete).

„Ich finde, dass der Stadtsportbund in der Sache recht hat“, sagten gestern Kampfrichter Guido Mussehl, aber die Art des Streitens sei kindisch. Ähnlich sieht es Matthias Lippke, der in Greifswald wohnt und als Sportlehrer in Malchin arbeitet: „Die Forderung ist berechtigt, aber der Streit sollte nicht auf dem Rücken von Sportlern ausgetragen werden.“Mit 50 Schülern des Greve-Gymnasiums Malchin war Lippke gestern zum Sportfest angereist. „Wir haben hier immer viel Spaß“, sagte er. Das Fest biete seinen Schülern die Möglichkeit, mal aus Malchin rauszukommen, neue Leute kennen zu lernen und sich mit anderen zu messen. Thomas Plank, Geschäftsführer des Kreissportbunds, betonte den Erfolg der Veranstaltung. „Wir haben bisher nur positive Rückmeldungen bekommen“, sagte er. Und es sei toll, dass die Stadt das Stadion und die Hallen wie immer kostenfrei zur Verfügung gestellt habe. „So kann es weiter gehen.“

Sybille Marx

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