Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -1 ° wolkig

Navigation:
So schützen Sie sich vor der Grippe

Interview mit Greifswalder Unimediziner So schützen Sie sich vor der Grippe

Auch Professor Claus Dieter Heidecke und Professor Ralf Ewert von der Greifswalder Universitätsmedizin kennen die Influenza-Symptome. Wie sie sich und ihre Mitarbeiter schützen, verraten sie im Interview.

Voriger Artikel
Beste Waffe gegen Viren: Handseife
Nächster Artikel
800 Jahre - ein Dorf lässt es krachen

Husten, Schnupfen, Fieber, Schüttelfrost – derzeit steigt die Zahl der Grippefälle in Deutschland wieder an. (Symbolfoto)

Quelle: Maurizio Gambarini / Dpa

Greifswald. Husten, Schnupfen, Fieber, Schüttelfrost – derzeit steigt die Zahl der Grippefälle in Deutschland wieder an. Auch der Ärztliche Vorstand der Greifswalder Universitätsmedizin, Professor Claus Dieter Heidecke, und Professor Ralf Ewert, Leiter des Bereiches Innere Medizin, Pneumologie, Internistische Intensivmedizin, kennen die Influenza-Symptome. Doch die Mediziner wissen auch, wie sich nicht nur medizinisches Personal davor schützt, um gar nicht erst zu erkranken. Die OSTSEE-ZEITUNG hat nachgefragt. 

Schwappt die Grippewelle an Ihnen vorbei? 

Claus-Dieter Heidecke: Davon gehe ich aus, ich bin ja geimpft. Und da die Universitätsmedizin Greifswald bei der Anschaffung des Impfstoffes Weitsicht bewiesen und den Vierfachwirkstoff gekauft hat, was 20 000 Euro teurer war, sind wir in diesem Jahr sehr gut gerüstet. Dadurch impfen wir gegen derzeit saisonal auftretenden Virenstämme. 

Ralf Ewert: Auch ich werde nicht erkranken. Ich bin geimpft. Impfen ist sowieso der allerbeste Schutz, um nicht zu erkranken, und zwar nicht nur bei sogenannten Risikogruppen. Und: Auch jetzt, wo die Grippeepidemie bereits im Gange ist, macht die Impfung noch Sinn.

Gibt es für die Mitarbeiter der Universitätsmedizin eine Pflicht zur vorbeugenden Grippeschutzimpfung? 

Ewert: Nein, die gibt es nicht. Wir raten natürlich allen Mitarbeitern dringend, es zu tun. Aber wir zwingen niemanden dazu. Allerdings gibt es eine Dienstanweisung: Wer nicht geimpft ist, muss dann während der Arbeit einen Mund-Nase-Schutz tragen. 

Heidecke: Das ist keine Stigmatisierung, aber eine vorbeugende Maßnahme, um sich selbst und andere nicht zu gefährden. 

Sind Ärzte eigentlich mehr gefährdet als andere Berufsgruppen, an der Grippe zu erkranken? 

Ewert: Ärzte haben vielleicht eine höhere Gefahr, auf infizierte Patienten zu treffen. Aber es gibt doch Berufsgruppen, die haben täglich deutlich mit viel mehr Menschen zu tun als ein Arzt. Dazu gehören Gesundheits- und Sozialberufe, also Pflegekräfte und Lehrer beispielsweise. Aber auch Kellner oder Verkäuferinnen etwa haben sehr viel mehr Kundenkontakte. 

Gibt es aus Ihrer Sicht neben dem Impfen noch ein Allheilmittel, damit man nicht krank wird? 

Ewert: Mein bekannter Kollege Prof. Axel Kramer, der Greifswalder „Hygienepapst“, nennt dieses immer wirkende und dazu noch völlig kostenlose Mittel „Husten-Etikette“. Dahinter verbirgt sich eine Regel, die normalerweise schon im Kleinkindalter bei der Erziehung vermittelt wird: Dass man sich beim Husten beziehungsweise Niesen die Außenfläche der linken Hand vor den Mund hält. Wer das beherzigt, legt nicht nur gutes Benehmen an den Tag, sondern tut sehr viel für die Gesundheit seiner Mitmenschen. Denn beim Husten/Niesen schon aus zwei Metern Entfernung werden Tausende Tröpfchen mit Viren übertragen. 

Und was ist mit dem hier üblichen Handgeben beim Guten-Tag-Sagen? 

Ewert: Na, das ist hygienisch völlig fehl am Platze und sollte unterlassen werden. Denn um keine Krankheitserreger zu übertragen, muss man sich permanent die Hände waschen und danach desinfizieren. Aber wer macht das schon? 

Heidecke: Wir als Uni-Medizin bieten jedoch zumindest die Möglichkeit der Desinfektion an. Vor jedem Hörsaal, vor jeder Station und vor jedem Patientenzimmer stehen Desinfektionsspender.

Meerkatz Cornelia

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Greifswald
Verlagshaus Greifswald

Johann-Sebastian-Bach-Str. 32
17489 Greifswald

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag
10.00 bis 17.00 Uhr
Freitag
10.00 bis 15.30

Leiterin Lokalredaktion: Katharina Degrassi
Telefon: 0 38 34 / 79 36 74
E-Mail: greifswald@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Physik,Kernphysik,Wendelstein,Plasmaphysik,Atome Teaser der den User auf die Themenseite führen soll image/svg+xml Image Teaser Wendelstein 7-X 2015-09-23 de Themenseite Wendelstein 7-X In der Fusionsanlage des Max-Planck-Instituts in Greifswald wird erforscht, ob sich die Kernfusion zur Energiegewinnung eignet. Hier finden Sie Artikel, Videos und viele weitere Informationen zum Thema.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.