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Greifswald Sommerschule: vom Studenten zum Hausarzt
Vorpommern Greifswald Sommerschule: vom Studenten zum Hausarzt
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00:00 02.09.2013
Jean-François Chenot
Greifswald

„Jeder Arzt bekommt die Patienten, die er verdient“, ist Jean-François Chenot überzeugt. Im besonderen Maße gelte das für Hausärzte. Denn sie seien diejenigen, zu denen Patienten gerade bei chronischen Erkrankungen über einen längeren Zeitraum ein Vertrauensverhältnis aufbauen, so der Leiter der Abteilung Allgemeinmedizin am Institut für Community Medicine in Greifswald.

Weil aber in der universitären Ausbildung angehender Mediziner der Fokus nicht unbedingt auf die Alltagsarbeit eines Hausarztes gelegt wird, hat Chenot die 3. Sommerschule für Allgemeinmedizin in die Hansestadt geholt. 30 Medizinstudenten aus allen Ecken der Republik kamen dafür vier Tage lang nach Greifswald und testeten ihre Ambitionen für eine berufliche Zukunft als Hausarzt, hörten Vorträge, absolvierten spielerische Aufgaben.

In Deutschland sei das Verhältnis zwischen der Anzahl der Hausärzte und der Spezialisten im Ungleichgewicht. „Wir benötigen etwa 60 Prozent Allgemeinmediziner und 40 Prozent Fachärzte wie Orthopäden, Gynäkologen und Hals-, Nasen-, Ohrenärzte“, bilanziert Chenot. Derzeit seien aber nur 45 Prozent als Hausarzt tätig und der Rest spezialisiert. Chenos Diagnose: „Überversorgung.“

Dabei sei gerade der Job als Allgemeinarzt attraktiver als der in einem großen Krankenhaus: keine Nacht- und Wochenenddienste, mehr Freiheiten in der Zeit- und Umfeldgestaltung, bessere Vereinbarkeit mit der Familienplanung. Deshalb ist es laut Chenot unverständlich, dass innerhalb der Ärzteschaft Spezialisten ein besseres Ansehen als Hausärzte genießen würden. „Allgemeinmediziner sind Spezialisten für die Langzeitversorgung.“ Eine zentrale Botschaft der Sommerschule. „Wir hoffen, dass die Teilnehmer ihre Begesiterung für diesen Job nach außen tragen“, so Organisator Chenot.

Kai Lachmann

OZ

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