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Sonne und Musik bei der Diakonie

Greifswald Sonne und Musik bei der Diakonie

Der Pommersche Diakonieverein hat seinen Markt der Möglichkeiten gestern mit viel Musik begangen.

Greifswald. Der Pommersche Diakonieverein hat seinen Markt der Möglichkeiten gestern mit viel Musik begangen. Die im vergangenen Jahr mit der Rubenow-Medaille geehrte Band Seeside trat ebenso auf wie Isabell Schmidt, die vor einigen Jahren in der Fernsehshow „The Voice of Germany“ für viel Furore sorgte. „Meine Schwester arbeitet im Martinstift und brachte mich auf die Idee, hier mitzumachen“, erzählte die junge Sängerin.

 

OZ-Bild

Auch wenn keine 99 Luftballons aufstiegen, die Stimmung war gut.

Quelle: kl

Sie präsentierte eigene Stücke und begleitete den Chor der Diakonie-Wohnstätten auf der Gitarre. Höhepunkt war das nachgespielte Nena-Lied „99 Luftballons“. Nach den letzten Textzeilen „Hab 'nen Luftballon gefunden / Denk an euch und lass ihn fliegen“ ließen einige der zahlreichen Zuhörer tatsächlich einen Ballon steigen. Dieses harmonische Bild passte gut zum Charakter der Veranstaltung:

bunt, entspannt, unterhaltsam.

Mehrere hundert Besucher informierten sich über die Aktivitäten der Diakonievereins, der zu den größten Arbeitgebern in der Region gehört. 600 Menschen mit Behinderung arbeiten in den Werkstätten, töpfern, nähen, waschen oder reparieren Fahrräder.

Hinzu kommen Betreuer und Menschen wie Ulf Hrybinski, der für einen der insgesamt vier Fachbereiche verantwortlich ist. In seinem geht es um Service: „Dazu gehören das Bio-Tagungshotel und der Ostseeländer Bio-Hofladen in Züssow sowie in Greifswald das Restaurant Lichtblick, das Bio-Bistro in der Alten Sternwarte, der Laden Pommerngrün und die Hauswirtschaftsbereiche der Betriebsstätten“, listete er auf.

Zudem konnten Interessierte einen Parcours mit verdeckten Augen bewältigen. Pascal Magiera, Azubi in einem der Alten- und Pflegeheime des Diakonievereins, wollte wissen, wie sich Blinde fühlen, nahm Stock und Augenklappe, und ging vorsichtig los. „Es ist schon merkwürdig“, sagte er danach. „Das Hören wird viel wichtiger.“ Es galt nicht nur Treppenstufen zu überwinden, sondern auch an so mancher Schikane heil vorbeizukommen, etwa an einer dahingeworfene Plastikplane. „Müll auf der Straße kann für Blinde zur Stolperfalle werden“, sagte er.

Kai Lachmann

OZ

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