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Greifswald Sozial- und Pflegedienst: Bürgerschaft soll im Oktober entscheiden
Vorpommern Greifswald Sozial- und Pflegedienst: Bürgerschaft soll im Oktober entscheiden
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02:24 10.08.2016

Das kommunale Wohnungbauunternehmen WVG überarbeitet derzeit die Unterlagen zur Gründung einer Tochtergesellschaft für Sozial-, Pflege- und Hilfsdienstleistungen (Sophi). Das teilt WVG-Sprecherin Jana Pohl mit.

Demnach ist für Anfang September ein erneutes Treffen im Schweriner Innenministerium geplant. Hans-Heinrich Lappat, Leiter der Abteilung Kommunalwesen, hatte die WVG nach einem Treffen im März aufgefordert, den Wirtschafts- und Businessplan zu überarbeiten. Grundsätzlich befürwortet das Innenministerium die Idee der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Greifswald, einen Sozial- und Pflegedienst zu gründen.

Sophi soll nach Angaben von WVG-Geschäftsführer Klaus-Peter Adomeit eine Art „Rundumversorgung“ bieten. Die Menschen sollen nicht nur gepflegt werden, sondern ihnen wird Hilfe bei Problemen jeder Art geboten, beispielsweise wenn ein Babysitter benötigt wird oder jemand, der die Blumen gießt und bei Finanzproblemen hilft. Das Angebot richtet sich vor allem an WVG-Mieter. Ziel ist, dass diese möglichst lange selbstbestimmt in ihren Wohnungen leben können.

Mit diesem Vorhaben ging die WVG Anfang des Jahres in die Öffentlichkeit, hoffte damals, den Geschäftsbetrieb bereits im April starten zu können. Stattdessen vertagte die Bürgerschaft die Entscheidung über die Gründung bereits zwei Mal.

Mehrere Monate wurde hitzig diskutiert. Heftige Kritik gibt es von den bestehenden Pflegediensten, die befürchten, durch Sophi vom Markt verdrängt zu werden. Auch mehrere Kommunalpolitiker sehen das WVG-Anliegen skeptisch, in den bestehenden Pflegedienstmarkt eingreifen zu wollen.

Die Befürworter versprechen sich kostengünstigere Angebote. Adomeit hatte angekündigt, dass die beim Betreuten Wohnen übliche Servicepauschale in Sophi-Objekten nicht erhoben wird. Nach derzeitigen Planungen soll die Bürgerschaft im Oktober über die Gründung des Unternehmens entscheiden. „Bei einem positiven Beschluss wird Anfang kommenden Jahres die Gründung folgen und anschließend der Geschäftsbetrieb aufgenommen“, sagt Pohl.

Sollte die Bürgerschaft den Antrag ablehnen, ist das Projekt vom Tisch. Die WVG ist als kommunales Unternehmen an die Entscheidung gebunden.

kat

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