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Sport Greifswald Reeck und Maaßen schmeißen hin
Vorpommern Greifswald Sport Greifswald Reeck und Maaßen schmeißen hin
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10:54 04.11.2018
Die Trainer Roman Maaßen (l.) und Hagen Reeck stehen dem FC Insel Usedom nicht mehr zur Verfügung.  Quelle: Detlef Spiller
Bansin

Beim Fußball-Landesklasse-Team des FC Insel Usedom nimmt eine handfeste Krise ihren Lauf. Mit dem 0:4 beim PSV Ribnitz-Damgarten kassierten die Bansiner die dritte Niederlage in Folge. Doch dieser Fakt war nach dem Spiel nebensächlich. Trainer Hagen Reeck und sein Co., Roman Maaßen, haben den sofortigen Rücktritt von ihren Funktionen verkündet.

„Weshalb ich nicht mehr als Trainer dieser Mannschaft tätig sein will, hat Gründe, die sich in den letzten Wochen immer stärker herauskristallisiert haben“, sagt Reeck, der im Fußball-Geschäft auch über internationale Erfahrungen (Vereinigte Arabische Emirate, Zypern) verfügt. Er fügt hinzu: „Bei einem Teil der Mannschaft war schon lange nicht mehr die Leistungsbereitschaft zu erkennen, die nötig ist, um höhere Ziele, wie den Aufstieg in die Landesliga, anzustreben. Es wird lieber mit der Zweiten in der Kreisliga gespielt oder es werden private Dinge vorgeschoben, ganz zu Schweigen von der inakzeptablen Trainingsbeteiligung.“ Es habe Tage gegeben, an denen zwei, drei Spieler bei den Übungseinheiten dabei waren. „Wir waren vor dem 1:3 gegen Wolgast (21.Oktober – Anm.d.R.) noch Spitzenreiter. Danach ging die Einstellung total den Bach runter. Zuletzt waren nur noch elf, zwölf Spieler bereit, bei den Punktspielen dabei zu sein. Dies alles haben Roman und ich eine Weile ertragen. Jetzt sind wir nicht mehr bereit, diesen Zustand weiter zu akzeptieren“, stellt Reeck klar. Roman Maaßen unterstreicht die Aussage seines Freundes und Trainerkollegen: „Es ist eine Frechheit, wenn bei einigen Spielern das eigene Ego wichtiger ist, als das Wohl des Vereins.“

FCU-Kapitän Martin Schmidt kann die Entscheidung von Reeck und Maaßen „absolut nachvollziehen. Wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen, muss man so reagieren. Es ist ein Tiefpunkt in der Vereinsgeschichte. Leider hat die erste Mannschaft keine Priorität. Wenn die Personaldecke ohnehin nicht sehr groß ist, dann muss der Verein wissen, was er will. Da erwarte ich den entsprechenden Zusammenhalt.“ Überrascht zeigte sich FCU-Vorstandsmitglied Ronny Rodenhagen: „Ich war in Ribnitz nicht dabei. Der Vorstand wird sich kurzfristig zusammensetzen.“

Reeck stellt im Zusammenhang mit dem Spiel in Ribnitz-Damgarten aber nochmals klar: „Unsere Entscheidung hat mit der 0:4-Schlappe nichts zu tun.Trotz des schlechten Resultats hat die Elf ein gutes Spiel abgeliefert. Wenn man aber vier Mal die Latte trifft und andere Chancen nicht nutzt, dann wird das meistens bestraft. Ribnitz war effektiver, so dass leider solch ein Spielstand heraus kam. Ich danke den Spielern für ihre Einsatzbereitschaft.“ Überwiegend zeigten die Usedomer, die nur zu elft angereist waren, eine Leistung, die eine so klare Niederlage nicht rechtfertigte. So traf Philipp Rüh dreimal die Querlatte. Weitere Chancen parierte der starke PSV-Torwart Gunnar Falck. Zudem machte sich die junge Elf des Gastgebers (mit sechs Wechselspielern) den Kräfteverschleiß der viel älteren FCU-Mannschaft zu Nutzen. Sein Bestes hat auch der einstige Profifußballer Steffen Benthin (48 Jahre) gegeben – als Torhüter. Detlef Spiller

FCU: Benthin – Arndt, Schmidt, Pröhl, Bartl – Kwiatkowski, Gohlke, Wozny, Zerbe – Rüh, Karaman.

Tore: 1:0 Todenhagen (11.), 2:0 Hirschmüller (39.), 3:0 Leplow (56.), 4:0 Haase (90.+1).

Detlef Spiller

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