Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Das verflixte Halbfinale

Sport Das verflixte Halbfinale

Negativserie: Erneut war für den Greifswalder SV 04 im Landespokal in der Runde der letzten Vier Schluss.

Voriger Artikel
Abstimmung über Vereinsfusion geplatzt
Nächster Artikel
Greifswalder SV Puls kann doch noch siegen

NeustrelitzLandespokal Halbfinale. TSG Neustrelitz - Greifswalder SV 04 2:0 (0:0). Der Abfiff des Spiels lag gerade eine halbe Stunde zurück. Wenig Zeit, um das zu verdauen, was gerade passiert war: Mit der 0:2-Niederlage im Halbfinale bei der TSG Neustrelitz war der Traum vom „Finale to Hus“ geplatzt. Und doch fand GSV-Trainer Matthias Martens Worte, die ihm von der gegnerischen Seite mit viel Respekt quittiert wurden.

Besonnen saß er auf seinem Stuhl bei der Pressekonferenz, richtete das Mikrofon und dann sprudelte es aus Martens heraus: „Wir sind jetzt zum dritten Mal im Halbfinale. Wieder hat es nicht gereicht.“

Enttäuschung auf der einen Seite darüber, dass gegen den Regionalligisten zum zweiten Mal nach 2013 Schluss war. Enttäuschung darüber, dass es vorbei ist, das Erlebnis Landespokal — vorbei die Hoffnung auf ein Heimspiel im Finale.

Über 90 Minuten zogen die 04er alle Register, behaupteten sich vor allem durch Zweikampfhärte und beeindruckten damit phasenweise den spielerisch überlegenen Viertligisten. Eine Spielweise, die den Greifswaldern vom Neustrelitzer Publikum zur Last gelegt wurde. Bemerkungen wie „Der muss runter“ und „Solche Holzer“ aus dem Publikum begleiteten die Szenerie. Matthias Martens gestand nach dem Spiel ein: „Wir mussten aggressiv auftreten, waren aber ab und an ein wenig überdreht. Das nehme ich auf meine Kappe. Dafür entschuldige ich mich.“

Jener letzte Satz glättete die Wogen und veranlasste TSG-Coach Andreas Petersen — einst Trainer beim 1. FC Magdeburg — zu anerkennenden Worten: „So etwas sagt nicht jeder Trainer. Das verdient meinen größten Respekt.“ Petersen habe ein attraktives Spiel gesehen, in dem sein Team gegen einen „guten Gegner“ gewann. „Der GSV 04 hat ja nicht auf einer Postkarte unterschrieben und ist so ins Halbfinale gekommen. Sie haben sich sportlich dafür qualifiziert“, sagte Petersen. Spielerisch zu stark war dann jedoch die Heimmannschaft. Martens machte den Unterschied an der Flügelzange der TSG, Devanne Yao und Kevin Weidlich, fest. „Die haben wir nicht in den Griff bekommen. Und vorne hat uns dann die Durchschlagskraft gefehlt“, erklärte der GSV-Übungsleiter. Yao war es auch, der die Hoffnung der Gäste auf den Finaleinzug durch das 1:0 (59.) erheblich dämpfte. Endgültig entschied das Spiel Mame Mbar Diouf zehn Minuten vor dem Ende der Spielzeit mit dem 2:0.

Während die TSG sich im Saisonendspurt auf das Endspiel als Höhepunkt freuen kann, bleibt den Greifswaldern nur noch der Alltag in der Verbandsliga — und das womöglich ohne drei wichtige Stützen im Team. Denn im Pokalspiel mussten zwei Spieler verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Denis-Roy Simdorn zwangen Fußschmerzen zum Aufhören. Torwart Stefan Schmidt wurde wegen einer Knöchelverletzung ausgewechselt. Bei ihm besteht der Verdacht auf eine schwere Bänderverletzung. Die Liste der verletzten Leistungsträger komplettierte André Gellentin, der sich trotz eines möglichen Muskelfaserrisses über die Zeit schleppte. Für Schmidt wiegen die Verletzungen besonders schwer. Schließlich treffen die 04er am Sonntag um 14 Uhr auf den VFC Anklam, seinen Ex-Verein. Nach den Duellen mit Stralsund (4:0) und Ueckermünde (5:0) wartet auf den GSV 04 also das dritte Vorpomern-Derby am Stück.

Wir mussten aggressiv auftreten.“Matthias Martens, GSV-Trainer

 



Lars Schulz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Greifswalder SV 04
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.