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Sportler sauer: Platz wird später fertig

Greifswald Sportler sauer: Platz wird später fertig

Ein Fußballfeld im Volksstadion sollte im Sommer einen neuen Kunstrasen erhalten. Doch bislang tut sich nichts.

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Sargis (12) und Luca (11) gehören zum Nachwuchs des GSV 04. Sie spielen auf dem verschlissenen Jugendplatz — allerdings nur fürs OZ-Foto. Da die Tore abgebaut sind, ist Training hier nicht möglich.

Quelle: Fotos: Peter Binder

Greifswald. Die Tore sind abgebaut, Fußballtraining deshalb unmöglich. Dennoch dreht sich auf dem Jugendplatz im Volksstadion nicht ein Bagger. Entgegen ursprünglicher Aussagen der Stadtverwaltung hat die 353 000 Euro teure Sanierung des Spielfeldes noch immer nicht begonnen. Dabei sollten die Bauarbeiten in den Ferien über die Bühne gehen. Doch die Hälfte der sechs Wochen sind nun schon um.

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Sargis (12) und Luca (11) gehören zum Nachwuchs des GSV 04. Sie spielen auf dem verschlissenen Jugendplatz — allerdings nur fürs OZ-Foto. Da die Tore abgebaut sind, ist Training hier nicht möglich.

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„Wenn der Kunstrasenplatz nicht fertig wird, ist das ein Skandal. Eine Katastrophe für den Fußball in Greifswald“, wettert Eckart Märzke. Der Trainer beim FC Pommern Greifswald ist stinksauer.

Befürchtete er doch bereits Anfang Mai Probleme für den Trainings- und Spielbetrieb der Mannschaften, sollte der Bau länger andauern als erwartet (OZ berichtete). Das ist nun kaum noch zu verhindern.

Zwar sei die Ausschreibung der Arbeiten mittlerweile erfolgt, heißt es auf Nachfrage aus dem Rathaus. Den Auftrag habe die Polytan Sportstättenbau GmbH aus Burgheim erhalten. Doch die Bauanlaufberatung finde erst am kommenden Dienstag statt. Da der Kunstrasen eine Lieferzeit von sechs Wochen habe, „musste eine geringfügige Verzögerung im Bauablauf hingenommen werden“, teilt die Pressestelle der Stadt mit. Neueste Information: „Der Platz soll Ende August 2013 fertiggestellt sein. So ist es vertraglich vereinbart.“

Für Christoph Riechert vom GSV Puls „ist das die Krönung!“ Der Trainer kann nicht verstehen, weshalb er den Jugendplatz dann nicht wenigstens bis zum Baubeginn nutzen konnte. Aus der Not heraus ist er mit seinem Team für den Trainings- und Testspielbetrieb nach Neuenkirchen ausgewichen. „Wo wir aber ab 10. August unsere Punktspiele austragen sollen, wissen wir noch nicht“, moniert Riechert.

Zumal auch eine Alternative, nämlich der Platz am Dubnaring, für den Spielbetrieb gesperrt sei: Zu schlecht das Spielfeld, zu groß die Verletzungsgefahr.

Mit dem Ärger steht er nicht alleine da: Auch Daniel Gutmann vom Vorstand des Greifswalder SV 04 ist genervt: „Drei Wochen hätten wir vielleicht überbrücken können, aber jetzt ist das Chaos vorprogrammiert.“ Der Saisonstart — er stehe unter keinem guten Stern.

Damit nicht genug: Auch die Bauarbeiten im Hauptgebäude des Volksstadions stoßen bei den Sportlern bei weitem nicht nur auf Jubel. Seit dem 24. Juni sind die Duschen gesperrt, weil die Stadt sie erneuern lässt. Die Sache an sich sei zwar begrüßenswert, heißt es aus den Reihen der Aktiven. Weshalb die Stadt aber nicht daran dachte, für den Bauzeitraum bis zum 9. August mobile Duschen aufzustellen, könne niemand nachvollziehen. Den ersten großen Ärger gab es bereits am Dienstag, als die Amerikaner zu Gast waren (die OZ berichtete). Pommern-Schatzmeister Steffen Jaeckel fand die Situation einfach nur „peinlich und beschämend“. Und die nächste Peinlichkeit kündigt sich an: Am Dienstag begrüßt der Verein einen dänischen Erstligisten zum Freundschaftsspiel. Jaeckel mag kaum dran denken und bezeichnet die aktuellen Zustände als „unzumutbar“.

Der Vorsitzende des Sportausschusses der Bürgerschaft, Alexander Krüger (Grüne), kann den Unmut der Aktiven gut verstehen. Keine Duschen? „Das ist unfassbar und kein gutes Aushängeschild für unsere Stadt“, erklärt er. Weshalb keine Alternativen geplant wurden, müsse kritisch hinterfragt werden. Nur so viel stehe schon einmal fest: Können sich Gäste nach der Sportveranstaltung im Stadion nicht duschen, „wird es kein gutes Feedback für unsere Gemeinde geben“, meint Krüger.

Zudem kritisiert der Ausschussvorsitzende ebenfalls die Verzögerung beim Bau des Jugendplatzes: „Die ist einfach unschön“, sagt Krüger und verweist auf die Kleine Anfrage der Bündnisgrünen. Aus Sorge um die Vereine wollte die Fraktion bereits Mitte April von der Stadt wissen, wie genau die Sanierung des Spielfeldes ablaufen soll und mit welchen Beeinträchtigungen die Sportler rechnen müssen.

Krüger: „Mir ist völlig unklar, warum trotz der Zusage des Fachamtes noch nicht mit dem Bau begonnen wurde.“ Zurzeit könne er nur hoffen, dass die Maßnahme nun schnellstens beginne.

Sanierung im Stadion
353 000 Euro kostet laut Stadt die Sanierung des Jugendplatzes im Volksstadion. Geplant ist, den verschlissenen Kunstrasen durch einen neuen zu ersetzen. Die Verletzungsgefahr für Sportler war zuletzt groß.

9. August ist der Fertigstellungstermin für die neuen Duschen im Hauptgebäude des Volksstadions. Das steht zumindest auf einem Zettel, den die Stadt dort aushängte.

 

 

Matthias Trenn und Petra Hase

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