Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Greifswald Stadt gibt in letzter Minute nach
Vorpommern Greifswald Stadt gibt in letzter Minute nach
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 13.10.2018
Blick aus einem der Fenster der Wohnungen im neuen Quartier Richtung Lomonossowallee. Quelle: Foto: Jürgen Rother
Greifswald

Der viele Monate andauernde Streit um eine Fläche Ecke Lomonossowallee/Heinrich-Hertz-Straße findet ein gutes Ende. Die Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (WVG) erwirbt nun das Areal unmittelbar am Quartier „Wohnen mit Her(t)z“. Mit ihren teilweise gebrochenen Gehwegplatten und einer nicht sonderlich gepflegten Grünfläche mit Bäumen und Sträuchern bietet die Fläche keinen besonders schönen Anblick.

Was ist passiert? Die WVG, immerhin ein zu 100 Prozent der Stadt gehörendes Unternehmen, wollte das Grundstück im Zuge der Planungen für das Quartier „Wohnen mit Her(t)z“ erwerben, um es zu gestalten. Im Januar hieß es seitens der WVG auf OZ-Nachfrage: Man gehe davon aus, dass man das Areal im ersten Quartal dieses Jahres erwerben könne. Die Stadt wollte sich dazu – weil Grundstücksangelegenheit– nicht äußern.

Am 19. September teilte die Sprecherin von WVG-Geschäftsführer Klaus-Peter Adomeit, Jana Pohl, auf erneute Anfrag der OZ mit: „Zu unserem großen Bedauern wird sich der Ankauf der städtischen Grünfläche nicht realisieren lassen, da die Stadt für die Fläche einen erheblich oberhalb des von einem Gutachter ermittelten Grundstückwertes angesiedelten Kaufpreis erzielen möchte.“

Bärbel Lenuck, Mitarbeiterin der Pressestelle der Stadt, dazu am 10. Oktober gegenüber OZ: „Die Grundstücksproblematik ist inzwischen geklärt. Es wird durch das Immobilienverwaltungsamt eine Entscheidungsvorlage vorbereitet. Die WVG ist informiert und mit dem Vorschlag einverstanden. Insofern kann das städtische Grundstück in die Umgestaltung mit einbezogen werden.“

Peter Multhauf, Vorsitzender der Ortsteilvertretung Schönwalde I/Südstadt, begrüßt das Einlenken der Stadt. Mit seiner Ortsteilvertretung hatte er schon im Januar gegen den damals von der Stadt geplanten Verkauf für 30000 Euro protestiert. „Unserer Ansicht nach müsste die WVG die Fläche umsonst oder für einen symbolischen Euro bekommen“, betont er. Nötigenfalls könnte die Kaufsumme von dem Geld abgezogen werden, das die städtische Gesellschaft WVG jährlich an die Stadtkasse überweist. Denn die WVG werte hier ein Areal auf, das die Stadt mit ihren geringen Personalkapazitäten nur unzureichend pflegen könne, argumentiert Multhauf. Damit sei der Verkauf im ureigensten Interesse aller Greifswalder.

Und die WVG investiere an dieser Stelle wirklich Geld in ein schöneres Schönwalde I, freut sich der Kommunalpolitiker. Ein neuer Springbrunnen (siehe Meldung rechts) sei für Greifswald außergewöhnlich. Die Gestaltung der Außenanlagen erinnert an den Namenspatron Heinrich Hertz (1857 bis 1894), den Entdecker der elektromagnetischen Wellen. Die Außenanlagen wurden in Form voller Kreise mit unterschiedlichen Pflasterungen und einem wellenförmigen Wasserlauf gestaltet. Teil des „Wohnens mit Her(t)z“ sind ein Bewegungsparcours und Sportangebote. In der Hertzstraße hat auch der Pflegedienst der WVG „Sophi“ seinen Sitz. Hier gibt es ein Café.

Eckhard Oberdörfer

Neue Mensa am Loefflercampus eröffnet am Montag / Rund 1500 Gäste pro Tag erwartet

13.10.2018

Familien mit schwerstkranken Kindern konnten dank der OZ-Leser in Karlshagen Urlaub verbringen

13.10.2018
Greifswald Greifswald - Test bestanden

Behinderte erprobten neuen Gelenkbus

13.10.2018