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Greifswald Stadt kämpft gegen Elterntaxen
Vorpommern Greifswald Stadt kämpft gegen Elterntaxen
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13:15 04.05.2018
An der Kollwitzschule stehen ebenfalls immer viele Elterntaxen. Jetzt wurde zur Sicherheit der Kinder sogar eine Ampel errichtet. Quelle: Peter Binder
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Greifswald

Die Verkehrssituation vor Greifswalds Grundschulen bleibt ein Dauerbrenner. Nach erfolgreichen Initiativen zur Verkehrsberuhigung vor der Kollwitzschule und dem Ostseegymnasium soll dies nun auf Betreiben der Fraktion Grüne/Forum 17.4 auch vor der Pestalozzischule und dem Hort Kunterbunt erreicht werden. Sie fordern von der Stadtverwaltung die Warschauer Straße in Höhe der Schule und des Hortes zur Spielstraße zu machen und ein Halteverbotsschild aufzustellen.

Politik soll das Problem lösen

Vor der Schule würden immer wieder gefährliche Situationen entstehen, erklärte Peter Madjarov (Grüne) im Bauausschuss. Ines Krüger, die Leiterin des Hortes Kunterbunt, bestätigt das Problem auf OZ-Nachfrage: „Die Straße ist teilweise so zugeparkt, dass es Probleme mit den Rettungswegen gibt.“ Elternvertreter hätten die Politiker um Hilfe für das Problem gebeten. Mit der Maßnahme sollen Eltern gezwungen werden, langsamer zu fahren und ihr Auto nicht mehr direkt vor der Schule zu parken. 

Spielstraße nicht umsetzbar

Der zuständige Amtsleiter Fred Wixforth ist die Lage anders, wenn es um Verkehrsberuhigung vor Schulen geht: „Das Elterntaxi sorgt für gegenseitige Behinderung.“ Das eigentliche Problem sei, dass viele Eltern ihr Kind mit dem Auto in die Schule bringen. „Das wird sich durch noch so viele Anordnungen nicht ändern“, sagt Wixforth. Eine Verkehrszählung habe ergeben: 85 Prozent der Autofahrer fahren nicht schneller als 22 Kilometer pro Stunde. Pro Tag sind 380 Fahrzeuge auf dem Teilstück unterwegs. „Das ist nichts“, sagt Wixforth. Eine Spielstraße sei verkehrsrechtlich nicht umzusetzen.

Konzept für alle Schulen

Da nahezu alle Greifswalder Grundschulen vom Problem der vielen Elterntaxen betroffen sind, packt die Stadtverwaltung das Thema nun grundsätzlich an: „Wir haben ein Beratungsunternehmen beauftragt“, erklärt Wixforth. Er hofft, dass am Ende ein Konzept vorliegt, das sich auf alle Schulen übertragen lässt. Die Ortsteilvertretung Ostseeviertel, der Sozialausschuss und der Finanzausschuss haben dem Prüfauftrag für eine Spielstraße zugestimmt. Der Bauausschuss votierte dagegen. Die endgültige Entscheidung fällt am 25. Mai die Bürgerschaft.

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