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Greifswald Stadt treibt Plasmatechnikum voran
Vorpommern Greifswald Stadt treibt Plasmatechnikum voran
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03:46 06.03.2013
Zwischen dem Biotechnikum (rechts) und dem INP soll das Bio- und Plasmatechnikum entstehen. Quelle: Peter Binder

Noch besitzt die Stadt nur vier Fünftel des dafür vorgesehene Grundstücks zwischen der Pappelallee und der Jahnstraße. Es ist insgesamt 5300 Quadratmetern groß. Der Rest, knapp 1200 Quadratmeter, gehört der Universität. „Die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen“, begründet Unisprecher Jan Meßerschmidt Ursprünglich sollte der Verkauf vom akademischen Senat im Februar abgesegnet werden.

Im Plasmatechnikum sollen Firmen der Gesundheitswirtschaft und Anwender der Plasmatechnologie eine Heimat finden. Diese Technologie nutzt Plasmen, also Gase, die ganz oder teilweise aus Ionen oder Elektronen bestehen. Mit deren Hilfe lassen sich beispielsweise Oberflächen veredeln und medizinische Geräte sterilisieren.

Die unmittelbare Nähe zum Biotechnikum und dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP) soll Synergien schaffen. In der Plasmaforschung zählt Greifswald nach Expertensicht weltweit zu den Top-Standorten, erste Ausgründungen von Firmen gibt es bereits. Angesichts dieser Ausgangssituation wolle das Land die Vergabe von Fördermitteln wohlwollend prüfen, erinnert Wille. Die Erstellung der Planungsunterlagen brauche viel Zeit. Eine Mitarbeiterin des Immobilienverwaltungsamtes befasse sich ausschließlich mit diesem Projekt. „Das ist eine kleine Doktorarbeit“, so Wille.

„Die Situation ist sehr komplex. Wir müssen genau wissen, welche Anforderungen es gibt, ehe ein Architekt planen kann.“ Ob die 26 Millionen Euro reichen, wisse er nicht. Die vorliegende Schätzung sei sehr grob. Die vom Wirtschaftsministerium in Aussicht gestellten Konditionen für Mittel zur Förderung wirtschaftsnaher Infrastruktur (GA-Fördermittel) gelten nur bis Ende 2013.

Die Stadt hofft auf 11,7 Millionen Euro aus Schwerin, das sind etwa 45 Prozent. Die restlichen 13,7 Millionen Euro muss Greifswald auf jeden Fall selbst aufbringen.

„Die Planungsleistungen müssen wir europaweit ausschreiben“, verdeutlicht Wille. Vor dem Herbst rechnet er daher nicht mit der Fertigstellung der Unterlagen. Anschließend müsse die Bürgerschaft entscheiden, ob sie das Projekt wirklich wolle oder nicht. Bereits im April 2012 hatte sich das städtische Parlament zum Plasmatechnikum bekannt und den Weg für detaillierte Planungen frei gemacht.

Erarbeitet hatten es das Technologiezentrum Vorpommern (TZV) und das Biotechnikum. Auch das TZV treibt über verschiedene Initiativen die Anwendung der Plasmatechnologie voran.

Grundsätzlich hatte das alte Rektorat unter Prof. Rainer Westermann im Januar schon einstimmig für den Verkauf der Universitätsflächen an die Stadt votiert. Der Vertragsentwurf enthält eine Rückfallklausel. Das heißt, wenn das Projekt Bio- und Plasmatechnikum nicht bis zum 1. Januar 2017 realisiert wird, würde der Verkauf rückabgewickelt und die Uni wieder Eigentümer der Grundstücke.

Gegenüber den Vorstellungen von Anfang 2012 hat sich einiges verändert. Das ist der Vorlage für den Universitätssenat zu entnehmen. Die Stadt habe Bedenken, der Hochschule zu möglichen Beeinträchtigungen der denkmalgeschützten Universitätsapotheke an der Jahnstraße berücksichtigt, heißt es. Wie dazu ausgeführt wird, sollte dieses Gebäude zunächst abgerissen werden. Die für einen Ersatzneubau nötigen 20 Millionen Euro habe die Stadt aber nicht. Die Apotheke sei darum nicht mehr Teil der Planungen. Die Fläche für das Bio- und Plasmatechnikums wird vom Biotechnikum und dem Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP) gerahmt. Bislang befinden sich hier vor allem Parkplätze und Wege für Lieferanten. Die durch den Neubau wegfallenden Stellplätze sollen, so die bisherigen Vorstellungen, durch eine Tiefgarage oder ein Parkdeck ersetzt werden.

Gemeinsames Zentrum

5300 Quadratmeter wird die nutzfläche des Technikums betragen. Die Prognose geht von etwa 240 Arbeitsplätzen aus.

800 000   Euro betragen   die Kosten laut der Entwurfsplanung.


Im neuen Haus sollen schon vorhandene Ressourcen, Projekte und Kapazitäten gebündelt werden. Wissenschaftliche Projekte sollen in Produkte überführt, optimale Bedingungen für Neu- und Ausgründungen von Unternehmen sowie Ansiedlungen geschaffen werden.

Eckhard Oberdörfer

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