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Stadt will Windschutzwände auf dem Markt verbieten

Greifswald Stadt will Windschutzwände auf dem Markt verbieten

Eine neue Satzung schreibt vor, welche Möbel und Werbeaufsteller im Zentrum erlaubt sind. Im Mai könnte sie beschlossen werden.

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Die Bänke vor dem Brauhaus Fritz müssen 2014 wohl weg.

Quelle: Peter Binder

Greifswald. Windschutzwände und Wälder aus Kübelpflanzen soll es auf dem Greifswalder Marktplatz künftig nicht mehr geben. Mit einer neuen Satzung will die Stadtverwaltung sie ebenso verbieten wie Werbung auf Sonnenschirmen, mit einer Ausnahme: Eigenwerbung für das Lokal, vor dem sie stehen, soll weiter erlaubt sein.

Geht die Satzung wie geplant durch, gibt es künftig ohne besondere Genehmigung auch nur noch einen Werbeaufsteller pro Geschäft. Verboten wären Wahlplakate an den Laternen in der Innenstadt. Auch Zigarettenautomaten dürfte niemand mehr an seinem Haus anbringen.

Das sind nur sechs Vorschriften aus einer Neufassung der „Satzung über die Sondernutzung an öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen“, die gestern vorgestellt wurde. Im Mai soll die Bürgerschaft diese Satzung beschließen.

Der Grund: „Uns fehlen derzeit für viele Entscheidungen feste Vorschriften“, erklärt Tiefbau- und Grünflächenamtsleiter Fred Wixforth. Im letzten Jahr habe es große Diskussionen um einen Baucontainer auf dem Markt und die Sitzmöbel vor der Gaststätte „Fritz“ gegeben (die OZ berichtete). Wird die Satzung unverändert von den Mitgliedern der Bürgerschaft verabschiedet, dann sind diese nur teilweise genehmigungsfähig. Die Holzbänke dürften 2014 nicht mehr vor dem Lokal stehen. Denn auch die Möblierung des Marktes wird recht genau vorgegeben. „Was schon genehmigt ist, hat aber für das Jahr 2013 Bestand“, betont Bauamtsleiter Thilo Kaiser.

Damit sich Besucher sofort orientieren können, zu welcher Gaststätte die angesteuerten Stühle und Tische gehören, soll die Abgrenzung durch Kübelpflanzen erlaubt sein. „Wir wollen aber keine fest installierten Schanktresen oder die dauerhafte Aufstellung von Bierwagen“, erklärt Kaiser. Nur vorübergehend, beispielsweise bei Festen, sei so etwas möglich. Auch in der Fleischervorstadt und in Wieck gelten besondere Vorschriften im Vergleich zum gesamten Stadtgebiet. Denn für diese Gebiete gibt es bereits Gestaltungssatzungen.

„Verhindern wollen wir auch die Berg- und Talfahrten auf Geh- und Radwegen durch tiefer liegende Grundstückszufahrten“, erklärte Wixforth weiter. Die Zufahrten müssen dem Satzungsentwurf zufolge künftig mit dem Geh- und Radweg auf einer Ebene liegen und den gleichen Belag haben. Das sei besser für Fußgänger, Radler, Rollstuhl- und Rollatorfahrer. Umfrage zum Thema unter

www.ostsee.zeitung.de

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