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Stadtempfang: Ehrungen für verdiente Greifswalder

Greifswald Stadtempfang: Ehrungen für verdiente Greifswalder

Sie haben im Familienverbund mehrere hundert Millionen Euro investiert und über 1000 Arbeitsplätze geschaffen. Darüber hinaus engagieren sich Prof.

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Dagmar und Norbert Braun (mitte), hier mit Bürgerschaftspräsidentin Birgit Socher und OB Stefan Fassbinder, erhielten die Rubenowmedaille.

Greifswald. Sie haben im Familienverbund mehrere hundert Millionen Euro investiert und über 1000 Arbeitsplätze geschaffen. Darüber hinaus engagieren sich Prof. Dagmar und Norbert Braun in zahlreichen Ehrenämtern von der regionalen bis zur Bundesebene und helfen beim Bau eines Krankenhauses in Togo mit.

OZ-Bild

Sie haben im Familienverbund mehrere hundert Millionen Euro investiert und über 1000 Arbeitsplätze geschaffen. Darüber hinaus engagieren sich Prof.

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Medaillen–Träger

Prof. Walter Baumgartner erhielt 2004 die erste Rubenowmedaille. Der Nordistikprofessor erwarb große Verdienste um die Etablierung des Festivals „Nordischer Klang“ in Greifswald. Die Rubenowmedaille 2106 ging an den Begründer der Universität im Rathaus, den Geschichtsprofessor Karl-Heinz Spieß.

Gestern erhielt das Unternehmerpaar beim Empfang zum 767. Jahrestag der Verleihung des lübschen Rechts in der Stadthalle die höchste Greifswalder Auszeichnung, die Rubenowmedaille. „Seit Dagmar und Norbert Braun Anfang der 90er Jahre ihr Herz für Vorpommern entdeckten, haben sie die Region maßgeblich mitgestaltet und mitgeprägt“, sagte Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) in seiner Rede. „Unter ihrer gemeinsamen Leitung entwickelte sich die Riemser Arzneimittel AG zu einem international tätigen und weltweit agierenden Pharmaunternehmen. Mit ihren Investitionen in der Pharmabranche trugen sie wesentlich dazu bei, dass sich Greifswald als führender Standort der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern etablierte.“

Bürgerschaftspräsidentin Birgit Socher erklärte, dass die Verdienste der Brauns „über unsere Stadt, unser Land und unseren Kontinent hinaus“ herausragend und mehr als vorbildlich seien.

Die launige Laudatio auf Familie Braun hielt Wolfgang Blank, der Geschäftsführer der Witeno GmbH und Präsident der Handwerkskammer Neubrandenburg. Er sprach von einem „Pomerian Dream“, der im östlichen Mecklenburg-Vorpommern wahr wurde.

Dagmar Braun nutzte ihre Dankesworte auch für eine Liebeserklärung an „unsere Heimatstadt“. Sie sei schön, vielfältig, jung und zunehmend weltoffen. „Greifswald sei ein exzellenter Wissenschafts- und Forschungsstandort.“ Die Stadt sei von „Premium-Freizeitgebieten“ umgeben. Die Attraktivität belege auch, dass Tochter und Sohn in Vorpommern wirken.

OB und Bürgerschaftspräsidentin nutzten den Stadtempfang auch, um den Tausenden Greifswaldern zu danken, die sich ehrenamtlich engagieren. Fassbinder erinnerte an Menschen, die sich in der Hansestadt für Geflüchtete engagieren, so an die Arbeitsgruppe „Willkommen in Greifswald“, die sich besonders für das Willkommens- und Begrüßungszentrum „Mole“ engagierte. Der OB würdigte die Arbeit der Koordinatorin Jessica Barth der „Mole“ sowie der ehrenamtlich arbeitenden Laura-Ann Schröder und Gisela Siegl, die sich im Alltag sehr aktiv für Integration einsetzten. Für sie sei die „Unterstützung Geflüchteter in unserer Mitte nicht nur ein Lippenbekenntnis“. Er sei sehr froh, auf dem Stadtempfang immer wieder Menschen vorstellen zu können, die „mit Herz und Hand für ihre Mitmenschen einstehen.“ Da durften Marita Dörfler, Fred Nuelken, Georg Bittner und Thomas Hoffmann nicht fehlen, die am 14. Februar einem Wackerower das Leben gerettet hatten. Er war bei einer Schlittschuhfahrt auf dem Greifswalder Bodden eingebrochen.

Silberne Greifen und Ehrenbuch

. Die Stadt hat fünf Bürger für ihr ehrenamtliches Engament gewürdigt.

Mit dem „Silbernen Greifen“ ehrte sie Ulla Tesmer , langjährige Mitstreiterin der Ortsteilvertretung Riems, sowie Prof. Martin Schnittler , Direktor des Botanischen Gartens sowie des Arboretums.

Ulla Tesmer, hieß es, habe sich über nahezu fünf Jahrzehnte hinweg auf kommunalpolitischer Ebene engagiert und dabei um Greifswald verdient gemacht.

Prof. Schnittler, lobte Bürgerschaftspräsidentin Birgit Socher (Linke), setze sich erfolgreich und mit unkonventionellen Ideen für den Erhalt des Botanischen Gartens und des denkmalgeschützten Palmenhauses in Greifswald ein, das dringend saniert werden müsse.

Mit einem Eintrag ins „Goldende Buch“ der Stadt wurden Wilfried Stüwe , Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, Renate Hilbert , Leiterin der Ortsgruppe der Naturfreunde, und Prof. Marko Pantermöller , zweiter Vorsitzender des Kulturvereins Nordischer Klang, ausgezeichnet.

Stüwe, seit 40 Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, setze sich überdurchschnittlich für die Sicherheit der Bürger ein, würdigte Socher. Allein 2016 habe er 228 (!) Einsätze bestritten. Renate Hilbert, heißt es anerkennend, erkunde mit Herzblut und hohem Anspruch spannende Wanderungen für Naturfreunde, ihr Elan inspiriere und fasziniere. Sie konnte leider nicht bei der Ehrung dabei sein. Marko Pantermöller, so die Laudatio, hole Kunst und Kultur nach Greifswald und tue viel für die Verständigung über Grenzen hinweg. Er bringt die Welt in eine Stadt, die ihre periphere Lage durch gesonderte Anstrengungen wettmachen müsse. Jährlich richtet er die Tagung „Junge Literatur in Europa“ aus.

Eckhard Oberdörfer

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