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Stadtwerke haben das Leck gefunden und geschlossen

Greifswald Stadtwerke haben das Leck gefunden und geschlossen

Seit Freitag verschwanden Unmengen von Wasser / Es floss in ein Regenrückhaltebecken und wurde von da aus in den Ryck gepumpt / Die Störung wurde in der Nacht behoben

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In dieses Becken hinter dem Weg „An der Bleiche“ floss das Wasser tagelang unbemerkt.

Quelle: Kai Lachmann

Greifswald. Die Stadtwerke Greifswald haben das Leck im Trinkwasser-Leitungsnetz gefunden. Es befand sich in einer Leitung, die noch aus DDR-Zeiten stammt und unter dem Ryck westlich der Steinbeckerbrücke entlangführt. Das Wasser floss dort in ein Regenrückhaltebecken. Dieses ist mit einer Pumpe ausgestattet, die ab einer bestimmten Höhe das Wasser in den Ryck abpumpt, damit das Becken nicht überläuft.

 

OZ-Bild

Ich wohne selbst in dem Gebiet, in dem in der Nacht das Wasser abgestellt wurde, und habe mich gefreut, dass am Morgen alles wieder in Ordnung war.“Stadtwerke-Chef Thomas Prauße

Quelle:

Der Fehler konnte lokalisiert werden, als in der Nacht in der Stadt gebietsweise das Wasser abgestellt wurde. Ein Greifswalder Unternehmen bekam umgehend den Auftrag, das Leck zu schließen. Nachdem der Boden aufgebuddelt wurde, klemmten die Mitarbeiter eine Schelle dort um das Rohr, wo sich der Riss aufgetan hatte. Das Teilstück musste nicht ausgetauscht werden. Der gesamte Einsatz dauerte nicht länger als zwei Stunden. Gegen 6 Uhr war der Schaden behoben. Die Reparaturkosten liegen laut Angaben der Stadtwerke bei etwa 6500 Euro. Mit wie viel das abgeflossene Wasser zu Buche schlägt, wurde gestern nicht bekannt gegeben.

Thomas Prauße, Chef des Unternehmens, vermutet, dass der Riss durch Spannungen im Boden entstanden sein könnte. Durch Nässe- und Trockenphasen sei die Erde in Bewegung. Nicht auszuschließen ist, dass sich der durch das Hochwasser kürzlich aufgeschwemmte Boden nach Abfließen des Wassers wieder (auf das Rohr) abgesetzt hat. „Dadurch nimmt der äußere Druck zu“, erklärt Prauße. Eine Fremdbeteiligung durch Bauarbeiten oder ähnliches wird ausgeschlossen.

Muss nun beim nächsten Hochwasser wieder mit so einem Vorfall gerechnet werden, weil die Rohre alt sind? Der Unternehmensleiter geht nicht davon aus. „Die DDR-Rohre taugen auch etwas.“ In dem Bereich liege eh nur noch eine „Reststrecke“ und die Instandhaltungspläne würden normal weiterverfolgt. „Mit vielem sind wir schon durch.“ Unternehmenssprecherin Steffi Borkmann fügt hinzu: „In der Größenordnung kommt so ein Vorfall höchstens einmal alle zehn Jahre vor.“

Nachdem seit vergangenen Freitag täglich 1200 Kubikmeter Wasser aus den Leitungen spurlos verschwanden, riefen die Stadtwerke am Montag die Bevölkerung zur Mithilfe auf. Auffälligkeiten wie große Pfützen oder nasse Wiesen sollten gemeldet werden. Laut Prauße gingen auch zahlreiche Anrufe bei der Notfallnummer ein. Der Volltreffer war zwar nicht dabei, aber: „Hier war zu spüren, wie sehr die Greifswalder zu ,ihren’ Stadtwerken stehen und die Arbeit wertschätzen“, findet der Geschäftsführer. Prauße wohnt übrigens selbst in dem Gebiet, in dem in der Nacht das Wasser abgestellt wurde. Dass bereits am Morgen wieder alles in Ordnung war und er wie gewohnt duschen konnte, freute auch ihn persönlich.

Kai Lachmann

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