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Starter-Cup bringt hohes Niveau nach Greifswald

Taekwondo Starter-Cup bringt hohes Niveau nach Greifswald

Junge Taekwondo-Asse zeigen in packenden Duellen ihr Können. Der THR Rostock gewinnt die Mannschaftswertung.

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Aua! Der Gegner traf Ferdinand Pasler mit seinem Hacken am Jochbein. Ein Eisbeutel sorgte für Linderung — schwere Verletzungen sind allerdings die absolute Ausnahme.

Taekwondo. 6. Starter-Cup der HSG Uni Greifswald. Unaufhaltsam flossen die Tränen bei Leonie Hoffmann. Die zehnjährige Taekwondo-Kämpferin war untröstlich. Gerade hatte das Talent von der HSG Uni Greifswald ihren Fight gegen Vereinskameradin Lucy Görs verloren. Beim sechsten Starter-Cup gab es neben Tränen, Schweiß und packenden Duellen aber auch jede Menge siegestrunkene Gesichter.

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Rumms! Lucy G�rs (rot) erzielt im Duell mit ihrer Teamkollegin Leonie Hoffmann einen Kopftreffer. Fotos (4): Matthias Trenn

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Sieben Teams waren nach Greifswald gereist um ihre Kräfte zu messen. Die Mannschaftswertung entschied am Ende der THR Rostock für sich. Der Gastgeber kam auf den bronzenen Rang und mussten sich dabei knapp den Anklamern geschlagen geben. Frank Sinkewitz zeigte sich äußerst zufrieden mit dem gezeigten Niveau. Der 46-Jährige ist Bundeskampfrichter und nimmt in dieser Tätigkeit regelmäßig an Deutschen Meisterschaften teil. „Das was ich hier gesehen habe, war sportlich gesehen einer Landesmeisterschaft würdig“, so Sinkewitz. Trotz aller Lobeshymnen sei Mecklenburg-Vorpommern dennoch im nationalen und internationalen Vergleich ein Taekwondo-Entwicklungsland . Sinkewitz: „Wir sind ein Flächenland und haben ganze zehn aktive Vereine.“ Dies sei im Gegensatz zu anderen Regionen eine schwindend geringe Zahl. Zum Vergleich habe der Kölner Raum für sich allein schon über 20 Vereine. Hinzu komme, dass der Zulauf an jungen Sportlern zwar verhältnismäßig groß sei, doch die spätere Fluktuation beängstigende Ausmaße hat. „Letztlich bilden wir gute Kämpfer aus und haben am Ende nichts von ihnen, weil sie unser Bundesland aufgrund von Ausbildung, Beruf oder Studium wieder verlassen müssen“, erläutert Sinkewitz.

Wohin der Weg von Ferdinand Pasler einst führen wird, ist noch nicht absehbar. Sicher ist nur, dass er derzeit zu den talentiertesten Kämpfern der HSG Uni zählt. Der Zwölfjährige hatte zunächst den Fußball für sich entdeckt, ehe es ihn vor zwei Jahren zum Taekwondo verschlug. Mittlerweile hat der Taekwondoka über ein Dutzend Wettkämpfe absolviert und zeigte sich dabei überaus erfolgreich.

Diesmal kassierte der Greifswalder eine schmerzliche Niederlage gegen den Berliner Quentin Cornelius und gewann Bronze. Von einem verlorenen Kampf lässt sich Ferdinand nicht aus der Bahn werfen.

„Sein Hacken hat mich böse auf dem Jochbein erwischt, aber ich kühle jetzt anständig und dann geht es nächste Woche mit dem Training weiter“, erzählt er. Dass es auch mal zu Blessuren kommt stört Mutter Simone Pasler nicht: „Klar tut mir so etwas auch weh, aber da muss Ferdinand durch.“ Angst vor schweren Verletzungen habe die 45-Jährige nicht, „die Schutzkleidung verhindert Schlimmeres.“

Einige Ausrüstungs-Dinge sind unerlässlich im Wettkampf. „Dazu zählen Kopfschutz, Mundschutz, Suspensorium, Kampf-Weste, Unterarmschützer, gepolsterte Handschuhe und Schienbeinschoner“, erzählt Organisatorin Anne Räther. Ein ganz großes Ziel verfolgt Ferdinand in diesem Jahr noch: „Ich möchte die grüne Gürtelprüfung bestehen.“

Leonie Hoffmann hatte ihre Tränen schnell getrocknet. Zehn Minuten nach dem Kampfende schmeckte der große Muffin schon wieder richtig gut und die Silbermedaille strahlte um ihren Hals — mindestens genauso hell wie sie selbst. Seit fünf Jahren betreibt Leonie die intensive Sportart. „Ihr Vater hat sie zum Taekwondo gebracht, dieser wollte, dass sich seine Tochter allein verteidigen kann“, erzählt Mutter Anja Hoffmann.

Statistik
Mannschaftswertung

1. THR Rostock31 Punkte

2. BC Anklam 27 Punkte 3. HSG Uni Greifswald26 Punkte 4. Dragon Berlin 5. Taekwondo Stralsund 6. Kumgang Wismar 7. TSV Rostock

Matthias Trenn

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