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Greifswald Statt Abriss: Wohnen und Gewerbe in Stadtrandsiedlung

Ein Greifswalder Kaufmann erwirbt das Haus I des Technologiezentrums Vorpommern. Es stand jahrelang leer.

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Das Haus I des Technologiezentrums Vorpommern steht seit vielen Jahren leer. Noch gibt es innen vor allem Büros.

Quelle: eob

Greifswald. Ein Greifswalder Kaufmann erwirbt das Haus I des Technologiezentrums Vorpommern (TZV). Das bestätigte TZV-Geschäftsführer Mario Kokowsky der OZ. Die Nachricht überrascht. Denn Kokowsky hatte für 2012 den Abriss des seit vielen Jahren leer stehenden Gebäudes angekündigt. Das Technologiezentrum benötigt das Bürohaus nicht.

Alle Bemühungen, das Gebäude mit den auf rund 100 Metern aneinander gereihten Büros anderweitig zu vermarkten, waren gescheitert. Das TZV-Gebäude war bis 2006 ein Favorit als Standort für das Technische Rathaus. 2,3 Millionen Euro sollten Sanierung und Umbau damals kosten. Die Bürgerschaft der Hansestadt entschied sich aber vor sieben Jahren für die Alte Post am Markt.

2008 kündigte das Land Mecklenburg-Vorpommern an, das Haus zu erwerben, für 3,8 Millionen Euro umzubauen und als Finanzamt und Landeszentralkasse zu nutzen. Das Vorhaben scheiterte, weil der Eigentümer des jetzt genutzten Hauses am Gorzberg das bessere Angebot unterbreitete. 2011 wurde das TZV als möglicher Sitz der Landrätin von Vorpommern-Greifswald gehandelt. Argumente wie bei der Debatte ums Technische Rathaus wurden ins Feld geführt: Etwa 300 preiswerte Büros und ausreichend Parkplätze. Vergeblich, die Landrätin zieht ins BiG-Bildungszentrum in der Feldstraße.

Wie das mit den Planungen beauftragte Greifswalder Ingenieurbüro informierte, soll das Gebäude künftig für Wohn- und Gewerbezwecke genutzt werden. Interessenten könnten Studenten sein, die preiswerten Wohnraum suchen. Bis hier Kommilitonen einziehen, wird noch einige Zeit vergehen. Der Kaufmann, dem auch andere Grundstücke in Greifswald gehören, möchte das Haus erwerben, bevor er investiert. Das ist bei Vorliegen eines Erbbaurechts prinzipiell möglich. Zweitens ist die Bürgerschaft gefragt. Sie muss der Änderung des Bebauungsplans für den Technologiepark zustimmen, in dessen Geltungsbereich das TZV liegt. Dieser sieht in seiner jetzigen Fassung nur Gewerbebauten vor. Der im B-Plan-Bereich stehende Wohnblock an der Brandteichstraße hat Bestandsschutz. Auch er sollte bei einer Plan-Änderung Teil eines „Mischgebietes“ werden. Dort sind Wohnen und Gewerbe erlaubt.

Die Gesellschafterversammlung des Technologiezentrums habe der Vergabe eines Erbbaurechts an den Kaufmann bereits zugestimmt. Ihr gehören Greifswald, die Ernst-Moritz-Arndt-Universität, die Sparkasse Vorpommern, das Technikzentrum Lübeck und die Firma Iso Rüstbau an.

Eckhard Oberdörfer

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Das Haus I des Technologiezentrums Vorpommern in Greifswald steht seit vielen Jahren leer. Noch gibt es innen vor allem Büros.

Das seit Jahren leer stehende Gebäude in Greifswald wird verkauft und von einem Investor zu Wohnungen umgebaut.

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