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Statt Gärtner Professor geworden

Greifswald Statt Gärtner Professor geworden

Autobiographie von Günter Ewert erschienen

Greifswald. Günter Ewert hat sich in den letzten Jahren als Medizinhistoriker und Herausgeber von Tagebüchern des Rektors der 500-Jahr-Feier der Uni, Gerhardt Katsch, einen Namen gemacht. Jetzt hat der Sozialhygieniker seine über 200 Seiten starke Autobiographie „Eigentlich wollte ich Gärtner werden. Wissenschaftliche Karriere als Arbeiterkind in der DDR“

vorgelegt.

Der Rückblick des Professors beruht vor allem auf vielen persönlichen Unterlagen. Der gebürtige Stettiner war 56 Jahre alt, als er infolge der Wende seinen Job beim Medizinischen Dienst des Verkehrswesens in Berlin verlor. Viele DDR-Bürger werden sich in seinen Wertungen über die Wende und die DDR wiederfinden. „Die Art und Weise dieser ersten ,Abwicklung', die ich erlebte, erinnerte mich daran, dass die führende Rolle der Partei (gemeint ist die SED) gegenüber dem Staatsapparat doktrinär geworden war.“

Günter Ewert ging in Greifswald zur Schule und studierte hier zunächst Biologie und dann als Angehöriger der Kasernierten Volkspolizei Medizin. Er hat in Greifswald einen großen Teil seines Berufslebens verbracht. Dass sich auch viele Genossen „Beulen“ holten, wird viele Ex-SED-Mitglieder an persönliche Erfarungen erinnern. „Ein Hinüberhangeln bis zur Rente“ überschreibt Ewert die Zeit bis zum Vorruhestand mit 63 Jahren. 1991 erhielt er eine befristete Stelle an der Management Bildungsakademie Greifswald. Weitere Jobs folgten. Hansestädter werden die kurzen Kapitel zur Beschreibung des Alltags nach 1945 besonders interessieren. Ein Beispiel: „Es war normal, Strecken wie nach Jarmen (20km), Stresow (10km) der Schmoldow (20km) zu Fuß zu gehen. Ende der 1940er Jahre bauten wir uns dann eigene Räder zusammen. Einzelteile lagen auf allen möglichen Halden "

Günter Ewert: Eigentlich wollte ich Gärtner werden. ISBN 978-3-86460-576-5, 24,90 Euro

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