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Straßenmeisterei für den Winter gerüstet

Helmshagen Straßenmeisterei für den Winter gerüstet

Fahrzeugflotte in Helmshagen gestern gecheckt / Schneezäune werden Ende Oktober aufgestellt

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Straßenwärter André Pirtschack (li.) und sein Kollege Mirko Hass kontrollieren, ob an den Fahrzeugen und der dazugehörigen Winterdiensttechnik auch alles funktioniert.

Quelle: Fotos: Petra Hase

Helmshagen. Sind die Streuer auf den Fahrzeugen funktionstüchtig, alle Düsen frei und arbeitet die moderne Infrarottechnik auch präzise? Um diese und andere Fragen drehte sich gestern in der Straßenmeisterei Helmshagen der „Tag der Winterbereitschaft“. Traditionell vor Beginn der Frostperiode soll diese landesweite Aktion in den Straßenmeistereien helfen, Kollegen und Technik auf die Herausforderungen von Schnee und Eis gut vorzubereiten. „Nach erfolgter Wartung und Instandsetzungen im Vorfeld unterziehen unsere Mitarbeiter die Fahrzeuge mit der dazugehörigen Winterdiensttechnik an diesem Tag einer Funktionsprobe“, so Hans-Joachim Conrad, Dezernent für Betrieb und Verkehr beim Straßenbauamt Neustrelitz.

OZ-Bild

Fahrzeugflotte in Helmshagen gestern gecheckt / Schneezäune werden Ende Oktober aufgestellt

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In Helmshagen begegnete das fast 20-köpfige Team um Dirk Niemann diesem Funktionscheck mit relativer Gelassenheit. „Kleine Mängel sind vom Schlosser oder den Straßenwärtern behoben worden“, berichtet der Leiter der Straßenmeisterei und fügt hinzu: „Bei uns läuft alles ohne Probleme, außer ein Unimog. Der muss noch repariert werden.“ Insgesamt verfüge der Standort über drei dieser Großfahrzeuge sowie einen Kleingeräteträger. „Daneben haben wir über Vertragspartner drei Räum- und Streufahrzeuge gebunden und können bei extremen Wetterlagen weitere fünf Räumfahrzeuge ordern“, berichtet Dirk Niemann.

Als Chef hat er unter anderem auch dafür Sorge zu tragen, dass die Einsatzpläne rechtzeitig geschrieben sind und es nötigenfalls einen kurzen Draht zu Behörden und der Polizei gibt. „Offiziell beginnt der Schichtplan am 1. November“, sagt Niemann, „doch im vorigen Jahr ging es mit dem Winterdienst erst im Dezember los.“ Schichtdienst heißt: Früh um drei Uhr sitzen die ersten Straßenwärter am Steuer und die letzten noch um Mitternacht, wenn’s hart auf hart kommt. André Pirtschack aus Grimmen macht das nichts aus. Im Gegenteil: „Meine Arbeit macht mir Spaß, weil sie sehr abwechslungsreich ist. Im Sommer die Mäharbeiten, im Herbst der Grünschnitt und im Winter eben Räumen und Streuen“, erzählt der 39-Jährige, der zurzeit noch jeden Morgen um 6.30 Uhr mit seinen Kollegen den Dienst antritt. Neben Straucharbeiten steht auf ihrer Agenda im Oktober auch noch das Aufstellen der Schneezäune.

Doch das erste Glatteis kommt mit Sicherheit. Die Straßenmeisterei ist mit 1000 Tonnen Salz gewappnet. „Weitere 100 Tonnen stehen uns im Silo am Moeckowberg zur Verfügung“, so Dirk Niemann. Sparsames Ausbringen des Materials sei oberstes Gebot. Nicht nur aus Kostengründen, sondern vor allem wegen der Umwelt. Deshalb werde im Vorfeld auch geprüft, ob die in den Fahrzeugen eingestellte Salzmenge der tatsächlich gestreuten exakt entspricht. „Bei Raureif reichen fünf Gramm pro Quadratmeter. Bei starker Fahrbahnvereisung kann es bis auf 40 Gramm hochgehen“, erklärt der Chef. Die moderne Infrarottechnik, mit der einige Fahrzeuge ausgestattet seien, erfasse die Temperatur der Straße sowie den Restsalzgehalt vom vorherigen Einsatz und „entscheide“ dann quasi automatisch, wie viel Salz gesprüht werde. Dank der Soletanks, die das Salz unmittelbar vor dem Versprühen befeuchten, gebe es auch kein Verwehen des Materials, versichert Niemann.

Straßenmeisterei Helmshagen

64 Kilometer Bundesstraße, 62 km Landes- und 86 km Kreisstraße betreut die Straßenmeisterei Helmshagen rund um Greifswald. Des Weiteren werden 15 Kilometer Radwege in Ordnung gehalten.

19 Kollegen gehören zum Team, darunter 14 Straßenwärter, ein Schlosser, ein Platzwart und drei Verwaltungsmitarbeiter. Im Stützpunkt Zempin auf Usedom, der zur Meisterei Helmshagen gehört, kümmern sich die Mitarbeiter um 177 Kilometer Straßen und 45 km Radwege.

Petra Hase

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