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Greifswald „Straze“ bald bezugsfertig
Vorpommern Greifswald „Straze“ bald bezugsfertig
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09:15 07.05.2018
Die Fassade der Stralsunder Straße 11 wurde bereits teilsaniert. Quelle: Christin Weikusat
Greifswald

Halbzeit in der Bauphase der Stralsunder Straße 10/11: Nach gut vier Jahren können in zwei bis drei Wochen die ersten barrierefreien Wohnungen in der Stralsunder Straße 11 bezogen werden – es ist ein Meilenstein für den Verein. Bei einem Rundgang am Sonnabend anlässlich des vierten bundesweiten Tages der Städtebauförderung durch das Haus erklärten die Mitglieder des „Straze“-Vereins die wichtigsten Aspekte der Sanierung, die insgesamt mehr als fünf Millionen Euro kosten wird. 600 000 Euro kommen vom Bund. Das Bauministerium hatte die „Straze“ 2017 als „Nationales Projekt des Städtebaus“ ausgezeichnet. 300 000 Euro Förderung kamen von der Stadt Greifswald. Ein beachtlicher Teil der Arbeiten wird von den Vereinsmitgliedern selbst geleistet. Das Haus soll zukünftig nicht nur für Veranstaltungen und Kurse genutzt werden, auch sollen Vereine wie das Studententheater wieder einen Platz in der „Straze“ finden.

Die Bühne soll erstrahlen

Noch gibt es viel zu tun. Was genau, das wurde am Sonnabend vorgestellt, als das Kultur- und Initiativenhaus seine Türen öffnete, um gut 70 Interessierten den aktuellen Baufortschritt zu zeigen. Der Emporensaal ist das Herzstück der „Straze“. Der spätklassizistische Saal sei schwer zu sanieren, wie die Greifswalder Architektin Ines Yitnagashaw erklärte. Denn wie vieles Andere ist auch der Saal von Hausschwamm, einem holzzerstörenden Pilz, betroffen. Der Saal wurde etwas verkleinert. Unter der Bühne wird eine Heizungsanlage eingebaut, an der Innenwand sollen Glaselemente eingebaut werden, „um die Bühne mit natürlichem Lichteinfall zu versorgen“, sagte Yitnagashaw. Nach der Sanierung will der Verein den Saal wie früher als Veranstaltungsort nutzen. „Wir wollen dieses Kulturerbe erhalten und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen“, so Vereinssprecher Thomas Schmidt. Geplant seien Theater, Konzerte und andere Veranstaltungen.

Was ist fertig, was muss noch gemacht werden?

Die Fassade der Stralsunder Straße 11 wurde bereits teilsaniert. „An der Straßenseite der 11 haben wir einen Grundputz verwendet“, sagt Schmidt. Die Außenfassade soll nach der historischen Vorlage wieder hergestellt werden. „Das werden wir aber erst machen, wenn alles andere fertig ist, erklärt Schmidt. Die Rückseite der Nummer 11 strahlt bereits im neuen Glanz. Im Erd-, Ober- und Dachgeschoss der Nummer 11 sind Wohnungen entstanden. Die Kosten dafür belaufen sich auf 1,7 Millionen Euro. Da der Estrich noch nicht getrocknet ist, kann noch kein Holzfußboden verlegt werden. Der Anfang Mai geplante Einzug verschiebt sich um einige Woche. Zusammen mit freiwilligen Helfern und Firmen hat der Verein das gesamte Haus 80 Zentimeter tief ausgebuddelt, um sich um das Fundament zu kümmern. Es ist ein Mammutprojekt für den Verein, der das 1846 bis 1849 gebaute Haus vor dem Abriss bewahrte. Immer wieder rief der Verein zu Aufräumaktionen auf. Bei den Subbotniks wurde die „Straze“ von allerhand Schutt befreit. Im Hinterhof der Stralsunder Straße wird ein Neubau an die alte Fassade angebaut. Während im unteren Teil Sanitäranlagen untergebracht werden, entstehen in der oberen Etage Seminarräume. Für den gastronomischen Betrieb ist ein Café geplant. Noch ist davon allerdings nichts zu sehen.

Christin Weikusat

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