Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Greifswald „Straze“ bald bezugsfertig
Vorpommern Greifswald „Straze“ bald bezugsfertig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:35 07.05.2018
Wandergesellen erneuern die Türen des Saales. Die beiden sind zwei von etwa 100 Wandergesellen, die bisher mitgeholfen haben.
Greifswald

Halbzeit in der Bauphase der Stralsunder Straße 10/11: Nach gut vier Jahren können in zwei bis drei Wochen die ersten barrierefreien Wohnungen in der Stralsunder Straße 11 bezogen werden – ein Meilenstein.

Kosten für Wohnungen in der Stralsunder Straße 11 belaufen sich auf 1,7 Millionen Euro

Mehr Angebote

Der Verein Kultur- und Initiativenhaus Greifswald wird neben dem Wohnprojekt, den Veranstaltungen und den Seminaren auch noch offene Holz-, Näh-, Druck und Denkwerkstätten anbieten. Auch soll es einen Übernachtungsbereich für Reisende, Referierende oder Veranstaltungsteilnehmer geben. Mehr Infos: www.straze.de

Bei einem Rundgang am Sonnabend anlässlich des vierten bundesweiten Tages der Städtebauförderung durch das Haus erklärten die Mitglieder des „Straze“-Vereins die wichtigsten Aspekte der Sanierung, die insgesamt mehr als fünf Millionen Euro kosten wird. 600000 Euro kommen vom Bund. Das Bauministerium hatte die „Straze“ 2017 als „Nationales Projekt des Städtebaus“ ausgezeichnet. 300000 Euro Förderung kamen von der Stadt Greifswald. Ein beachtlicher Teil der Arbeiten wird von den Vereinsmitgliedern selbst geleistet. Das Haus soll zukünftig nicht nur für Veranstaltungen und Kurse genutzt werden, auch sollen Vereine wie das Studententheater wieder einen Platz in der „Straze“ finden.

Noch gibt es viel zu tun. Was genau, das wurde am Sonnabend vorgestellt, als das Kultur- und Initiativenhaus seine Türen öffnete, um gut 70 Interessierten den aktuellen Baufortschritt zu zeigen.

Der Emporensaal: Es ist das Herzstück der „Straze“. Der spätklassizistische Saal sei schwer zu sanieren, wie die Greifswalder Architektin Ines Yitnagashaw erklärte. Denn wie vieles Andere ist auch der Saal von Hausschwamm, einem holzzerstörenden Pilz, betroffen. Der Saal wurde etwas verkleinert. Unter der Bühne wird eine Heizungsanlage eingebaut, an der Innenwand sollen Glaselemente eingebaut werden, „um die Bühne mit natürlichem Lichteinfall zu versorgen“, sagte Yitnagashaw. Nach der Sanierung will der Verein den Saal wie früher als Veranstaltungsort nutzen. „Wir wollen dieses Kulturerbe erhalten und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen“, so Vereinssprecher Thomas Schmidt. Geplant seien Theater, Konzerte und andere Veranstaltungen.

Die Fassade: Der äußere Teil der Stralsunder Straße 11 wurde bereits teilsaniert. „An der Straßenseite der 11 haben wir einen Grundputz verwendet“, sagt Schmidt. Die Außenfassade soll nach der historischen Vorlage wieder hergestellt werden. „Das werden wir aber erst machen, wenn alles andere fertig ist, erklärt Schmidt. Die Rückseite der Nummer 11 strahlt bereits im neuen Glanz.

Der Wohnbereich: Im Erd-, Ober- und Dachgeschoss sind Wohnungen entstanden. Die Kosten dafür belaufen sich auf 1,7 Millionen Euro. Da der Estrich noch nicht getrocknet ist, kann noch kein Holzfußboden verlegt werden. Der Anfang Mai geplante Einzug verschiebt sich um einige Woche.

Das Haus: Zusammen mit freiwilligen Helfern und Firmen hat der Verein das gesamte Haus 80 Zentimeter tief ausgebuddelt, um sich um das Fundament zu kümmern. Es ist ein Mammutprojekt für den Verein, der das 1846 bis 1849 gebaute Haus vor dem Abriss bewahrte. Immer wieder rief der Verein zu Aufräumaktionen auf. Bei den Subbotniks wurde die „Straze“ von allerhand Schutt befreit.

Der Neubau: Im Hinterhof der Stralsunder Straße wird ein Neubau an die alte Fassade angebaut. Während im unteren Teil Sanitäranlagen untergebracht werden, entstehen in der oberen Etage Seminarräume. Für den gastronomischen Betrieb ist ein Café geplant. Noch ist davon allerdings nichts zu sehen.

Christin Weikusat

Nicht nur Brücken von Autobahnen wie bei Tribsees können einfach so absacken. 1896 geschah Ähnliches beim Bau der Kleinbahnstrecke zwischen Bergen und Altenkirchen.

07.05.2018

Stralsund. Ein seetüchtiges Reh hat gestern am Strand des Stralsunder Ortsteils Devin für Aufregung gesorgt.

07.05.2018

Der Nordische Klang ist in vollem Gang. Nachdem am Vormittag Musikschüler aus Greifswald und der schwedischen Partnerstadt Kotka im Pommerschen Landesmuseum ...

07.05.2018