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Streit mit der Uni: Kanuten wollen ins Strandbad ziehen

Greifswald Streit mit der Uni: Kanuten wollen ins Strandbad ziehen

Knapp 5000 Euro Miete pro Jahr statt bislang 200 Euro soll die Hochschulssportgemeinschaft für das Bootshaus in Wieck zahlen. Weil sie sich das nicht leisten an, sucht sie nach Alternativen. Im Strandbad könnten Container aufgestellt werden.

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Knapp 5000 Euro Miete jährlich soll das Bootshaus in Wieck kosten.

Quelle: Peter Binder

Greifswald. Hoffnungsschimmer für die 230 Kanuten der Hochschulsportgemeinschaft (HSG): Seit Monaten bangen sie um ihre Trainingsstätte in Wieck. Das Bootshaus gehört der Universität. Diese hatte im November 2015 mit der Kündigung der bisherigen Nutzung durch die Aktiven gedroht, um neue Bedingungen, darunter eine vielfach höhere Miete für das Objekt, auszuhandeln. Bisher zahlte die Kanuabteilung jährlich symbolische 200 Euro. Das neueste Mietangebot der Uni für die HSG beläuft sich Grommelt zufolge auf 4908,60 Euro im Jahr.

Laut Bernd Grommelt, Leiter der HSG-Kanuabteilung, zeichnet sich nun eine Alternative zur Immobilie der Uni ab. Die Stadtverwaltung habe signalisiert, den Konflikt mit einer eigenen Offerte zu entschärfen. „Wir verhandeln mit ihr über die Genehmigung, acht oder neun Container für unsere Ausrüstung, darunter 92 Kajaks, im Strandbad Eldena aufzustellen“, informiert Grommelt. Es gehe um eine Fläche von 300 Quadratmetern nahe der Mole im nördlichen Abschnitt des Strandbads. In der Stadtverwaltung sei man den HSG-Kanuten diesbezüglich schon sehr entgegengekommen. Er sei optimistisch, das Bootshaus der Uni bis zum Herbst freiziehen zu können.

Die HSG nutzt das universitätseigene Bootshaus in Wieck bereits seit 40 Jahren. Zu DDR-Zeiten war sie eine Betriebssportgemeinschaft (BSG) der Uni. Nach der Wende allerdings wurde aus ihr ein eingetragener Verein. Damit sei die Sportgemeinschaft eine Rechtspersönlichkeit außerhalb der Universität, stellte Wolfgang Flieger, Kanzler der Hochschule, klar. Aus rechtlichen und wirtschaftlichen Gründen dürfe die Uni dem Verein das Gebäude nicht kostenfrei zur Verfügung stellen, sondern müsse eine kostendeckende Miete verlangen. „Wir bekommen Steuergeld, um zu forschen und zu lehren, und nicht dafür, ein Gebäude zu finanzieren, das andere nutzen“, so Flieger. 

Katharina Degrassi

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