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Streit um Arndt ist nicht zu Ende

Universität Greifswald Streit um Arndt ist nicht zu Ende

Eine Woche nach der Entscheidung des Greifswalder Unisenats zur Trennung von Ernst Moritz Arndt als Patron der Hochschule kehrt keine Ruhe ein. Seine Befürworter planen neue Aktionen.

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600 Menschen kamen nach Angaben der Polizei im Januar zu einer Demonstration für die Beibehaltung des Namens „Ernst-Moritz-Arndt-Universität“.

Quelle: Peter Binder

Greifswald. Am 16. Februar ruft die Bürgerinititiative „Ernst Moritz Arndt bleibt“ zur nächsten Protestdemo auf. Wie schon 2017 wird außerdem auch 2018 mit Rechtsmitteln gegen die vom Universitätssenat am 17.Januar  beschlossene Trennung von Ernst Moritz Arndt als Hochschulpatron gekämpft. Im letzten Jahr war das erfolgreich.

Die CDU macht deutlich, dass sie weiter für Ernst Moritz Arndt kämpfen will. Für den Landtagsabgeordneten Egbert Liskow versteht die Uni die Hochschulautonomie falsch, wenn sie sich von ihrem Patron trenne. Denn das widerspreche dem Willen der Bevölkerung, argumentiert er.

Eine Änderung des Landeshochschulgesetzes ist für Liskow eine Option. Hier könnte der Name der Hochschule festgeschrieben werden. Theoretisch sei das jederzeit möglich.

Die Linke fordert indes, dass der Landtag „die souveräne, hochschulautonome und demokratische Entscheidung zur Kenntnis nimmt“ und respektiert.

Möglich ist auch, dass der ab April amtierende neue Senat die Hochschule wieder in Ernst-Moritz-Arndt-Universität umbenennt. Dafür wäre eine Zwei-Drittel-Mehrheit notwendig.

Wer in welcher Form künftig den Namenszusatz Ernst Moritz Arndt verwendet, ist unklar. Die Ordnung dafür muss noch erarbeitet werden.

Die Universität Heidelberg,  die von Rektorin Johanna Weber als Beispiel für die parallele Verwendung von Kurz- und Langfassung angeführt wird, hat keine solche Ordnung. Auf Urkunden, in Schreiben, für die Werbung setzt sie auf eine geschützte Marke: „Universität Heidelberg. Zukunft seit 1386“ mit dem historischen Siegel.

In der Grundordnung heißt es: „Die Universität Heidelberg trägt den Namen Ruprecht-Karls-Universität. Sie folgt den Wahlsprüchen: ,Semper Apertus' sowie ,Dem lebendigen Geist' und führt ihr hergebrachtes Wappen. Ihre Farben sind sandsteinrot-gold-sandsteinrot.“

Eckhard Oberdörfer

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